Titel: Ueber die Bereitung von wasserdichtem Pappendekel und Papier aus den Abfällen von Leder und Häuten
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1836, Band 59, Nr. XLVIII./Miszelle 16 (S. 319)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj059/mi059048_16

Ueber die Bereitung von wasserdichtem Pappendekel und Papier aus den Abfällen von Leder und Häuten

gibt das Journal des connaissances usuelles, Januar, S. 36 folgende Notiz. Man kann alle Arten von Lederabfällen, dasselbe mag gegerbt seyn oder nicht, und bereits zu anderen Zweken gedient haben oder nicht, zu Papier benuzen, und erhält daraus ohne Zusaz irgend eines anderen Stoffes dem Gewichte nach eben so viel Pappendekel als man Abfälle anwendete. Man verwandelt diese Abfälle zuerst auf die gewöhnliche Weise mit den Papierstampfen oder auch mit einem Zeugcylinder in Zeug, wobei man in einen Trog mit 4 Stampfen beiläufig 15 Pfd. trokenes Leder und 3 Eimer Wasser gibt. Ist das Leder so abgeklopft, daß die Masse die Consistenz des gewöhnlichen Papierzeuges gewonnen, so bringt man es in eine Bütte und verfährt damit auf dieselbe Weise, wie es bei der Pappendekel- und Papierfabrikation gewöhnlich zu geschehen pflegt: d.h. man taucht die Form in die Bütte, hebt sie gefüllt aus, läßt das Blatt abtropfen, bis es einige Consistenz erlangt hat, preßt es hierauf, um es dann zu troknen und endlich durch die Walzen laufen zu lassen. Der nach diesem Verfahren mit Fellabschnizeln bereitete Pappendekel ist von Natur aus wasserdicht, ebendieß gilt auch von dem mit Weißgerberabschabsel erzeugten Fabrikate. Ein Zusaz dieser beiden Substanzen zu einem aus gegerbtem Leder bereiteten Zeuge macht auch lezteren wasserdicht. Endlich kann man aus solchem Zeuge leicht auch Hüte, Tschako's, Schuhe etc. aus einem Stüke verfertigen.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: