Titel: Einiges über Sicherheitsschlösser.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1836, Band 59, Nr. LXXII./Miszelle 4 (S. 470)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj059/mi059072_4

Einiges über Sicherheitsschlösser.

Das Journal des connaissances usuelles gibt, durch einen neuerlich glüklich entdekten Fall von Einbruch veranlaßt, folgenden Rath, um dem Erbrechen der Thüren so viel als möglich vorzubeugen. Man soll nämlich an den Schlössern der Wohnungen eine Feder oder einen Apparat anbringen, den man so stellen kann, daß er, wenn die Thüre von jemand anderem als dem damit vertrauten geöffnet wird, an einem Drahte zieht, welcher eine Gloke anzieht, die sich in der Wohnung des Portiers oder Hausmeisters oder einer anderen im Hause wohnenden Partei befindet. Eine solche Feder könnte ober und unter dem Schlosse in dem Anschlage der Thüre angebracht und dadurch in Bewegung gesezt werden, daß der Inhaber der Wohnung beim Ausgehen eine kleine Mutterschraube nachläßt, die er dann bei seiner Rükkehr wieder anziehen und so außer den Bereich des Thürflügels bringen könnte. Auch über oder unter der Thüre ließe sich die Feder unterbringen, und zwar auf eine solche Weise, daß sie nur durch einen dem Inhaber der Wohnung bekannten Mechanismus in Thätigkeit gebracht werden kann. An Kaufläden dürften einfache, mit Haken versehene Stangen, an denen Drähte, welche an eine Gloke führen, angebracht sind, genügen, um durch die geringste Bewegung dieser Stangen Lärm hervorzubringen. Das angeführte Journal wollte übrigens nur auf diesen wichtigen Gegenstand aufmerksam machen, und überläßt die technische Ausführung den Sachverständigen.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: