Titel: Laurence's Macerationsproceß für die Runkelrübenzuker-Fabrication.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1836, Band 61, Nr. XXIX./Miszelle 10 (S. 157)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj061/mi061029_10

Laurence's Macerationsproceß für die Runkelrübenzuker-Fabrication.

Das Journal des connaissances usuelles schreibt in seinem Maihefte S. 232, daß das doppelte Macerationsverfahren, welches Hr. Laurence, Zukerfabrikant in Gracedieu im Dept. de la Charente-Inferieure schon seit dem Jahre 1832 erfunden, gegenwärtig einen solchen Grad von Vollkommenheit erlangt habe, daß man davon eine gänzliche Umwandlung der Zukerfabrication erwarten darf. 1000 Pfd. Runkelrübenbrei geben 992 Pfd. Saft zu 5° und 444 zu 2,5°. Man braucht keine Pressen, keine Säke, keine Geflechte, und kann mit einem Materiale, welches 200 Fr. kostet, in 24 Stunden je 400 Hectoliter Saft gewinnen. Der Saft geräth selbst nach 24 Stunden nicht in Gährung; die Arbeit ist einfach, fabrikmäßig, und erfordert weniger Menschenhände, als die älteren Methoden; die Läuterung und das Versieden geschieht mit größter Leichtigkeit über freiem Feuer. Das rükständige Mark gibt noch ein sehr gutes Viehfutter und kann lange Zeit aufbewahrt werden. Hr. Laurence verspricht sich außerdem auch noch andere Vortheile, namentlich den: selbst bei Anwendung der gewöhnlichen Menge thierischer Kohle auf den ersten Guß schönen Zuker in Broden zu erzielen. Hr. Laurence verspricht über sein Verfahren billig mit den Fabrikanten unterhandeln zu wollen, und bemerkt, daß sich seine Apparate nach einfacher Zeichnung herstellen lassen. In zwei Stunden soll Jedermann den ganzen Gang des Verfahrens kennen lernen.

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