Titel: Ueber den Ursprung und die Bestandtheile des Gummigutts
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1836, Band 61, Nr. XXIX./Miszelle 9 (S. 156–157)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj061/mi061029_9

Ueber den Ursprung und die Bestandtheile des Gummigutts

trugen die DD. Christian und Graham kürzlich vor der Royal Society in Edinburgh eine Abhandlung vor, in welcher lezterer bewies, daß das Ceylanische Gummigutt weder von Linne's Garcinia Gambogia, noch wie Murray und König behaupteten, von Stalagmites gambogioides, noch wie Dr. Wight und Arnott meinten, von Xanthochymus ovalifolius, sondern von Lamarck's und Gartner's Garcinia oder Mangostana morella gewonnen wird. Das Siamesische Röhrengummigutt enthält nach Christison in 100 Theilen: 72,2 Harz, 23,0 Gummi, 4,8 Feuchtigkeit. Das Siamesische Gummigutt in Kuchen enthält 64,8 Harz, 20,2 Gummi, 5,6 Sazmehl, 5,3 Holzfaser, 4,1 Feuchtigkeit. Das Ceylanische Gummigutt von Oberst Walker eingesandt, besteht in 400 Theilen aus: 70,2 Harz. 19,6 Gummi, 5,6 Holzfaser, 4,6 Feuchtigkeit. Ceylanisches Gummigutt von David Blair enthielt: 75,5 Harz, 18,3 Gummi, 0,7 Kirschengummi, 4,8 Feuchtigkeit. Das Verhältniß des Gummi zum Harze wechselte in sämmtlichen Sorten, der Unterschied betrug jedoch nie über 2 Proc. – Hr. Christison schließt aus seinen Untersuchungen, daß das Siamesische Kuchengummigutt kein Naturproduct, sondern ein Fabrikat ist; und |157| daß das Ceylanische Gummigutt nach Entfernung der Holzfaser dem Siamesischen vollkommen gleichkommt, (Repertory of Patent-Inventions. Mai 1836, S. 317.)

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