Titel: Ueber die Erhaltung des Kupferbeschlages der Schiffe
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1836, Band 61, Nr. LXVII./Miszelle 16 (S. 319)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj061/mi061067_16

Ueber die Erhaltung des Kupferbeschlages der Schiffe

schreibt Hr. J. F. Olander Folgendes: „Sowohl der aus Holz als der aus Steinkohlen gewonnene Theer enthält eine Quantität Säure, welche auf die Metalle eine sehr nachtheilige Wirkung äußert, wie man sich davon bei der Fabrication von Grünspan, von Bleiweiß und anderen derlei Substanzen leicht überzeugen kann. Würde man diese Säure, welche in dem Schiffbauholze, in dem Theere, womit es bestrichen wird, und in dem betheerten Filze oder Papiere, welches man als Fütterung nimmt, enthalten ist, unschädlich machen können, so würde der Kupferbeschlag der Schiffe wahrscheinlich weit länger dauern, als dieß gewöhnlich der Fall ist. Als vor einigen Jahren das kupferne Dach eines Gebäudes an der königl. schwedischen Werfte zu Carlscrona zum Behufe vorzunehmender Ausbesserungen abgenommen wurde, fand man, daß jene Kupferplatten, unter welche man eine kalkige Masse gelegt hatte, so gut erhalten waren, daß sie wahrscheinlich noch ein Mal so lange gedauert haben würden, als die anderen, die unmittelbar auf dem Holze lagen. Berzelius, den man um die Ursache hievon befragte, erklärte, daß der Kalk die Wirkung der in dem Holze enthaltenen Säure neutralisirt haben müsse. Ich glaube daher, daß der Kupferbeschlag der Schiffe weit länger dauern müßte, wenn man als Fütterung Filz oder Papier nähme, welches in Oehl, womit die möglich größte Menge gelöschten Kalkes angerührt worden, getränkt wurde. Sollte man Oehl für zu kostspielig halten, so könnte man wohl auch unter den Theer Kalk mengen, obwohl dieß kaum so wirksam seyn würde. (Mechanics' Magazine, No. 662.)

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