Titel: Newton's Verbesserungen in der Zubereitung gewisser Faserstoffe,
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1836, Band 61, Nr. LXXV./Miszelle 11 (S. 406)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj061/mi061075_11

Newton's Verbesserungen in der Zubereitung gewisser Faserstoffe,

auf welche am 17 Februar 1835 in England auf die von einem Ausländer gemachten Mittheilungen hin ein Patent genommen ward, beziehen sich hauptsächlich auf die Behandlung, welche besonders der neuseeländische Flachs und verschiedene andere in- und ausländische, anstatt des Flachses und Hanfes anwendbare Faserstoffe erleiden sollen. Sie bezweken die Abscheidung der Rinde und der Agen von der Faser, und eine solche Theilung dieser lezteren, daß hiedurch das Hecheln leichter und besser von Statten gehen solle. Das London Journal enthält in seinem Juniushefte l. J. eine Beschreibung und Abbildung der hiezu bestimmten Maschine, die jedoch so einfach ist, daß sie mit folgenden wenigen Worten Jedermann begreiflich gemacht seyn dürfte. Man bindet die Faserstoffe nämlich zuerst in kleine Bündel, und legt diese auf eine vollkommen ebene oder gerippte Oberfläche, die aus Steinmasse, Eisen oder einem anderen geeigneten Materiale bestehen kann, und auf der ein Stein umläuft, der gleichfalls glatt oder gerippt ist. Die Achse dieses Läufers wird mittelst Winkelrädern und eines von einer Dampfmaschine oder einer anderen Triebkraft herlaufenden Bandes umgetrieben. Nachdem dieser Proceß drei bis sieben Stunden angedauert, bringt man den Faserstoff in die Hechelmaschine, in der er zuerst mit gröberen und dann mit feineren Hecheln behandelt wird, bis er vollkommen gereinigt und zubereitet ist. Das Zusammenbinden des Faserstoffes in Bündel ist übrigens nicht nöthig, sondern man kann ihn auch frei in die hier beschriebene Art von Mühle bringen.

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