Titel: Bass's Maschine zum Korkschneiden.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1836, Band 61, Nr. LXXV./Miszelle 9 (S. 405)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj061/mi061075_9

Bass's Maschine zum Korkschneiden.

Ueber die Maschine zum Schneiden von Korkstöpseln und Spunden, worauf sich John Holmes Baß, Gentleman von Hatton-Garten, Middlesex, am 3. Junius 1830 ein Patent ertheilen ließ, ist im London Journal of arts, Mai 1836, S. 165 Folgendes enthalten: „Die Patentbeschreibung füllt 11 klein geschriebene Pergamentbogen und ist mit 4 Tafeln Abbildungen begleitet; da jedoch das Korkschneiden überhaupt durchaus nicht mit Maschinen thunlich zu seyn scheint, so dürfte eine Andeutung der allgemeinen Einrichtung der Maschine unseren Lesern wahrscheinlich genügen. Die Maschine gleicht einiger Maßen einer Drehebank, welche getreten wird. Ein gußeisernes Gestell führt eine Kurbelwelle und ein Schwungrad, welche beide durch einen Tretschämel in Bewegung gesezt werden. Diese Welle führt eine Rolle, und von dieser aus werden die arbeitenden Theile der Maschine mit Laufbändern betrieben. An Hebeln oder Armen, von denen sich der eine schiebt, und die sich vorn an einer Welle oder Achse befinden, sind Zangen oder Wangen angebracht, welche durch Federn aneinander gehalten werden, und die zur Aufnahme der zwischen sie gebrachten vierekiger. Enden der zuzuschneidenden Korkstüke dienen. Die Hebel können sich an ihrem Stüzpunkt hin und her bewegen, damit sie die Korkstüke entweder gegen die Schneidmesser vorwärts, oder nach vollbrachter Beschneidung von denselben zurükbewegen können. Das Schneidmesser besteht aus einer geraden Klinge aus dünnem Stahle, die am Rücken der Maschine in einem Gestelle aufgezogen ist; sie ist an dem einen Ende etwas höher, damit der Kork beim Zuschneiden eine etwas kegelförmige Gestalt bekommt. Der von den Zangen festgehaltene Kork wird mit diesen mittelst einer Rolle und eines von der Treibwelle herführenden Laufbandes umgetrieben; und dabei zugleich mit dem Gestelle mit Hülfe eines eigenen Mechanismus, der gleichfalls mit der Treibwelle in Verbindung steht, vorwärts bewegt. Sind die Korkstüke auf diese Weise dem Rande des Schneidmessers unter beständigem Umlaufen nahe gebracht, so werden deren Winkel und Unebenheiten von der Messerschneide abgeschnitten, wobei das Messer selbst gleichzeitig dem Korke naher rükt, um die Wirkung zu unterstüzen. Ist der Kork zu einem Cylinder oder schwach zulaufenden Kegel zugeschnitten worden, so werden die Hebel mit den Zangen zurükgezogen und durch umlaufende Däumlinge geöffnet, wo dann die vollendeten Korkstöpsel in einen zu deren Aufnahme bestimmten Behälter fallen, und derselbe Proceß wieder von Neuem beginnt. Wollte man Stöpsel und Spunde von ovaler Form schneiden, so könnte dieß geschehen, indem man den Rahmen, worin das Schneidmesser aufgezogen ist, während der Operation auf und nieder bewegte. Dieß ließe sich leicht dadurch bewirken, daß man ein excentrisches, an der Hauptwelle der Maschine aufgezogenes Rad auf Hebel oder Arme, die den Schneidrahmen tragen, wirken ließe.“

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