Titel: Ueber einen von Hrn. Combes erfundenen Theodolit für den Bergbau.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1836, Band 61, Nr. LXXXVI./Miszelle 7 (S. 477)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj061/mi061086_7

Ueber einen von Hrn. Combes erfundenen Theodolit für den Bergbau.

Hr. Combes, Professor an der Bergbauschule, hat den Gambey'schen Theodolit, welcher bekanntlich zu den vollkommensten Instrumenten dieser Art gehört, durch einige Modifikationen, die jedoch im Principe nichts andern, auf die in den Bergwerken vorkommenden geometrischen Operationen anwendbar gemacht, und dadurch den Bergingenieuren gewiß einen großen Dienst geleistet. Sein Instrument, welchem er den Namen eines unterirdischen Theodolites (Théodolite souterrain) beilegte, besteht aus zwei Kreisbogen, von denen der eine wagerecht und der andere senkrecht gestellt ist, und welche beide beiläufig 5 Zoll im Durchmesser haben. Der erstere dieser Kreisbogen ist auf einem Schraubengestelle, welches dem Egault'schen ähnlich ist, angebracht; er kann sich um seinen Mittelpunkt bewegen, und mit einer Zange an dem Piedestal fixirt werden; seine Azimuthalbewegung läßt sich mir einer Nußschraube reguliren. Der senkrechte Kreisbogen ist an einer messingenen Platte angebracht, welche an dem einen Ende der Alhidade des ersteren Kreisbogens fixirt ist; er führt bei seiner Bewegung um den wagerechten Kreisbogen diese Alhidade mit sich, und ist mit einer sogenannten Lunette plongeante versehen. Leztere selbst ist mit einem Neze aus zwei Faden, von denen der eine senkrecht gegen den Horizont, der andere parallel mit ihm läuft, ausgestattet. Die Alhidaden der Kreisbogen, so wie die Kreisbogen selbst sind mit Nußschrauben versehen, wodurch ihre Bewegungen langsam und regelmäßig werden. Endlich kann man mittelst angebrachter Verniers den Werth der Winket bis auf eine halbe Minute des Grades der Sexagesimaleintheilung, welche Hr. Combes für sein Instrument angenommen hat, ablesen. (Mémorial encyclopédique. Julius 1836.)

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