Titel: Robinson's verbesserte Lampen.
Autor: Robinson, Henry Martinson
Fundstelle: 1837, Band 63, Nr. XIII. (S. 62–63)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj063/ar063013

XIII. Verbesserungen an den Lampen, worauf sich Henry Martinson Robinson, Farbwaaren- und Firnißfabrikant in der City von London, am 18. Februar 1836 ein Patent ertheilen ließ.

Aus dem Repertory of Patent-Inventions. Oktober 1836, S. 207.

Mit Abbildungen auf Tab. II.

Meine Erfindung bezieht sich auf jene Art von Lampen, in denen wesentliche Oehle, Steinöhl, Naphtha oder Weingeist gebrannt werden. Sie beruht:

1) auf der weiter unten zu beschreibenden Anwendung von Talkplatten anstatt der Metall- oder Glasplatten;

2) auf einem solchen Baue des Dochthälters daß das Material, welches zur Unterhaltung der Verbrennung bestimmt ist, gleichmäßiger an den Docht gelangt; auf der Verfertigung dieses Dochthälters aus zwei Theilen, und auf der Anwendung eines Angelgewindes an seinem unteren Ende, um ihn zur leichteren Einführung des Dochtes öffnen zu können;

3) auf der Anwendung einer Zahnstange und eines Getriebes an den Dochthältern dieser Art von Lampen, damit die Dochte höher oder niedriger gestellt und folglich leichter regulirt werden können, als dieß nach der alten Methode möglich ist;

4) endlich darauf, daß ich den oberen Theilen des Dochthälters und eben so dem Talke oder dem sonstigen Materiale, welches zu beiden Seiten zur Beschränkung der Flamme angebracht wird, eine convexe Gestalt gebe.

Fig. 66 ist eine Ansicht einer nach meiner Erfindung gebauten Lampe von Vorne. In Fig. 67 ist dieselbe von der Seite dargestellt. Fig. 68 zeigt eine der Talkplatten einzeln für sich. Fig. 69 endlich zeigt den Dochthälter mit seiner Zahnstange und seinem Getriebe. An allen diesen Figuren sind gleiche Theile mit gleichen Buchstaben bezeichnet.

a, a ist der Körper oder das Gefäß der Lampe, welches eine beliebige Form haben kann. b, b sind zwei Talkplatten, welche sich in entsprechenden Fugen befinden, die in dem oberen Theile der Lampe, der zur Aufnahme des gläsernen, mit punktirten Linien angedeuteten Rauchfanges dient, angebracht sind. Die Anwendung dieser Talkplatten anstatt der Metall- oder Glasplatten gewährt den Vortheil, daß die Lichtstrahlen durch dieselben hindurchdringen können, ohne daß die Hize jene nachtheilige Wirkung auf sie ausübt, |63| wie auf das Glas. Sie sind, um sie der Gestalt des Dochthälters anzupassen, an dem oberen Rande convex geformt; allein sie können auch eben so wie die metallenen oder gläsernen Platten, deren man sich früher zu demselben Zweke bediente, geradlinig geformt seyn. c, c ist der Dochthälter, der, wie man sieht, aus zwei Platten besteht, welche an ihrem unteren Ende durch ein Angelgewinde verbunden sind, damit man sie mit Leichtigkeit öffnen oder schließen kann, ohne daß sie hiebei so leicht Schaden leiden, wie dieß der Fall ist, wenn sie aus einer gebogenen Metallplatte bestehen und bloß durch die Elasticität des Metalles geöffnet werden können. Der aus der Zeichnung ersichtliche Dochthälter besteht aus mehreren schmalen Platten, welche an ihren beiden Enden mit anderen Platten zusammengefügt sind; der obere Theil ist aus einer convexen gewölbten Oberfläche gebildet, damit die Flamme eine größere Länge bekommt, als dieß sonst bei der Weite der Lampe der Fall wäre, wenn dieselbe in einer geraden Linie liefe.

Obschon ich nun den Dochthälter als aus mehreren schmalen, von Oben bis Unten reichenden Spalten oder Oeffnungen bestehend dargestellt habe, so kann man denselben Zwek, nämlich eine bessere und gleichmäßigere Speisung des Dochtes mit dem Brennstoffe gleichfalls erreichen, wenn man diesen Spalten oder Oeffnungen eine andere Richtung gibt.

e ist eine an der einen Seite des Dochthälters befestigte Zahnstange, die sich in einer vierekigen, in dem oberen Theile der Lampe angebrachten Röhre bewegt. Für die Zapfen der Spindel des Getriebes sind entsprechende Anwellen vorhanden, und zur Aufnahme des Getriebes ist an der Röhre eine Erweiterung angebracht, welche in Fig. 66 durch punktirte Linien angedeutet ist. Mittelst dieser Zahnstange und des Getriebes können die Dochthälter dieser Art von Lampen zum Behufe der Adjustirung der Flamme mit großer Leichtigkeit höher und niedriger gestellt werden.

Als meine Erfindungen erkläre ich die im Eingänge erwähnten vier Punkte.

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