Titel: Reed's Verbesserungen an den Dampfkesseln.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1837, Band 63, Nr. XV./Miszelle 3 (S. 76)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj063/mi063001_3

Reed's Verbesserungen an den Dampfkesseln.

Das Franklin Journal enthält eine Beschreibung und Abbildung eines von Hrn. Nathan Reed in Belfast im Staate Maine verbesserten Dampfkessels, woraus das Mechanics' Magazine in seiner Nr. 670 Folgendes entnimmt. „Der Kessel ist cylindrisch und enthält gleich manchen anderen Kesseln in seinem Inneren eine Heizstelle und einen Feuerzug. Er ist nicht horizontal, sondern so angebracht, daß sein hinteres Ende um die Hälfte des Durchmessers höher steht, als das vordere Ende. Von dem hinteren Ende aus steigt ein senkrechter Cylinder empor, der den Dampfbehälter zu bilden hat, indem der Kessel ganz mit Wasser gefüllt erhalten werden soll, so zwar, daß das Wasser selbst in dem Behälter noch bis auf eine gewisse Höhe emporreicht. In dem Behälter befindet sich ein Schwimmer, und von diesem steigt eine senkrechte, am Scheitel durch eine Stopfbüchse führende Stange empor. Der zur Regulirung der Speisung des Kessels dienende Apparat wird durch einen Hebel, welcher durch das Sinken und Steigen des Schwimmers in Thätigkeit kommt, in Bewegung gesezt. Eine Eigenthümlichkeit dieser Vorrichtung ist, daß die Speisung des Kessels selbst dann noch fortwährt, wenn die Bewegung der Maschine angehalten worden ist; in diesem Falle wird nämlich, wenn das Wasser hinlänglich gefallen ist, durch Umdrehung eines Sperrhahnes eine Röhre geöffnet, durch welche aus dem Dampfbehälter ein Theil des Dampfes in ein Gehäuse oder in einen Kasten entweicht, in welchem sich eine kleine rotirende Dampfmaschine oder ein nach Art des gewöhnlichen Wasserrades gebautes Dampfrad, welches durch seine Umdrehungen die Speisungspumpe der Maschine in Thätigkeit versezt, befindet. Sollte es nöthig seyn, so würde ein Theil des Dampfes durch eine andere, gleichzeitig geöffnete Röhre entweichen, indem der Speifungsapparat sonst eine zu große Geschwindigkeit erlangen könnte. — Das Mechanics' Magazine bemerkt hiezu, daß es diese Erfindung für sehr vortheilhaft halten würde, wenn die Erfahrung nicht gezeigt hätte, daß alle Schwimmer, alle Stangen, welche sich durch Stopfbüchsen bewegen, alle Pumpen und überhaupt alle etwas complicirten Apparate gar leicht in Unordnung gerathen.

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