Titel: Field's Verbesserungen an den Spinnmaschinen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1837, Band 63, Nr. XXXI./Miszelle 4 (S. 155)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj063/mi063002_4

Field's Verbesserungen an den Spinnmaschinen.

Hr. William Field von Rhode Island in den Vereinigten Staaten, nahm ein Patent auf Verbesserungen an den Spinnmaschinen, welche im Wesentlichen in einer Methode das Vorgespinnst so fest auf die Spule aufzuwinden bestehen, daß auf eine Spule, welche nur zum fünften Theil die Größe einer gewöhnlichen Spule hat, dennoch dieselbe Quantität Gespinnst aufgewunden wird. Die nach dieser Verbesserung eingerichteten Maschinen sollen einen um die Hälfte kleineren Raum einnehmen, einen viel geringeren Kraftaufwand bedingen, und dabei um ⅓ geschwinder laufen, als die gewöhnlichen. Das Streken, Drehen und Aufwinden des Vorgespinnsies wird auf die übliche Weise bewerkstelligt; allein die Spulen laufen zum Behufe der Aufnahme des Gespinnstes rascher als die Fliegen; leztere sind ganz über den Spindeln und von diesen unabhängig aufgehängt, haben nur die Hälfte der gewöhnlichen Länge und des gewöhnlichen Durchmessers, und sind an den Enden zur Verhütung ihres Auseinanderweichens mit einem Reifen versehen. Das dichtere Anlegen des Vorgespinnstes wird durch den Druk einer dünnen kreisrunden Platte, deren Durchmesser jenem der Spule gleichkommt, bewirkt. Als seine Erfindung erklärt der Patentträger dieses Zusammendrüken des Vorgespinnstes auf den Spulen mittelst Platten, welche im Kreise umlaufen, damit die Spulen eine weit größere Menge Gespinnst fassen; ferner eine hinter den Spulen angebrachte, verschiebbare Latte, auf der die kreisrunden Platten angebacht sind, und die Verbindung der Zunahme der Größe der Spulen mit der Traversirbewegung des Riemenführers, damit die Spulen selbst die Geschwindigkeit in dem Maaße abändern, als es wegen der fortwährenden Zunahme ihrer Größe nöthig ist; endlich die Anwendung eines herzförmigen Rades zur Bewirkung des Traversirens der Spulen, damit diese mit größerer Geschwindigkeit steigen als fallen, und damit folglich beim Steigen eine geringere Quantität Vorgespinnst auf die Spulen aufgewunden wird, als beim Fallen. (Aus dem Franklin Journal im Machanics' Magazine, No. 671.)

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