Titel: Vorschrift zur Bereitung des sogenannten Glaspapieres.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1837, Band 63, Nr. LXIV./Miszelle 11 (S. 316–317)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj063/mi063004_11

Vorschrift zur Bereitung des sogenannten Glaspapieres.

Das sogenannte Glaspapier, welches zum Reinigen und Poliren verschiedener Gegenstände dient, wird am besten auf folgende Weise zubereitet. Man pülvert in einem eisernen Mörser Glasstüke, die auf dem Bruche grünlich erscheinen, da diese Art von Glas zu diesem Zweke am besten ist. Dann nimmt man gutes starkes Papier, welches man mit Bimsstein abreibt, damit alle Knötchen und Unebenheiten entfernt werden. Dieses Papier wird, nachdem es an den vier Eken auf einer ebenen Tafel oder auf einem Brette befestigt worden ist, mittelst eines Pinsels oder einer weichen Bürste gleichmäßig mit Leim überstrichen, der um ein Drittheil dünner und heller als jener seyn muß, dessen man sich zum Leimen von Holz bedient. Auf das solcher Maßen zubereitete Papier wird dann das Glaspulver leicht aufgesiebt, so daß das Papier überall davon bedekt ist. Hat das Pulver gefaßt, so nimmt man das Papier von der Tafel ab, und hängt es, nachdem man das überschüssige Pulver abgeschüttelt hat, zum Behufe des Troknens im Schatten auf. Nach 2 — 3 Tagen ist das Papier zum Gebrauche fertig. (Recueil industriel, Septbr. 1836, S. 79.)

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