Titel: Ueber eine wohlfeile Art von Gebläse für Schmiede.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1837, Band 63, Nr. LXXIX./Miszelle 8 (S. 397)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj063/mi063005_8

Ueber eine wohlfeile Art von Gebläse für Schmiede.

Das Stirling Journal und aus diesem das Mechanics' Magazine in Nr. 696 berichtet, daß ein Schmied in Stirling, Namens William Bowle, hinter seiner Esse eine Art von Gebläs angebracht habe, welches sich durch Einfachheit, Wohlfeilheit und Zwekmäßigkeit auszeichnet. Dieses Gebläse besteht nämlich aus Windmühlflügeln von 5 Zoll Breite, welche an einer horizontalen, ¾zölligen, eisernen Welle befestigt, und in einem Gehäuse von 18 Zoll im Durchmesser eingeschlossen sind. An dem Ende der Welle befindet sich eine Rolle von 2 Zoll im Durchmesser, von der ein Laufband an eine zweite, gerade über ihr angebrachte größere Rolle von 20 Zoll im Durchmesser läuft. Der am Feuer befindliche Arbeiter dreht mit einer Hand und mit Hülfe einer Kurbel die eine dieser Rollen, während er mit der anderen das Eisen im Feuer handhabt. Uebrigens kann der Windfang hinter der Esse eben so gut auf verschiedene andere Weise in Bewegung gesezt werden. Der mit dieser Vorrichtung, welche nur 30 Schill. kostet, erzeugbare Zug ist eben so kräftig und anhaltend, wie einer, den man mit den besten Blasebälgen von 6 Pfd. Sterl. im Werthe hervorzubringen vermag. An größeren Hüttenwerken hat man schon längst ähnliche, durch Dampf- oder Wasserkraft getriebene Gebläse in Anwendung gebracht. Für kleinere Schmiedessen hält das Stirling Journal die Vorrichtung für neu; in England mag dieß seyn, in Deutschland erinnern wir uns aber dieselbe schon vor Jahren von mehreren einfachen Landschmieden benuzt gesehen zu haben.

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