Titel: Prutzman's verbessertes Schloß.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1837, Band 63, Nr. LXXIX./Miszelle 9 (S. 397–398)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj063/mi063005_9

Prutzman's verbessertes Schloß.

Das Franklin Journal enthält einen Commissionsbericht über ein von Hrn. Prutzman in Philadelphia erfundenes Schloß, welches sich in mehrfacher Hinsicht auszeichnen soll. Die Haupteigenthümlichkeit desselben besteht darin, daß der Riegel so festgestellt wird, daß er durch keinen Dietrich in Bewegung gesezt werden |398| kann, und daß der Schlüssel nicht anders als in einzelnen Theilen angestekt werden kann. Das Schloß ist mit Tummlern ausgestattet, die sich senkrecht und waagerecht bewegen, so daß der Riegel, er mag abgesperrt oder aufgesperrt werden, in seiner Stellung erhalten wird. Auf die Tummler selbst wirkt ein in dem Schlüsselbarte angebrachter und um einen Stüzpunkt beweglicher Hebel, welcher durch eine Platte in Bewegung gesezt wird, die so in dem Schlosse angebracht ist, daß sie in einen der Kämme des Schlüssels eindringt und den Hebel gegen den Stiel des Schlüssels andrükt. Das eine Ende dieses Hebels wirkt auf einen an dem einen an dem einen der Tummler befindlichen Vorsprung, und drükt denselben herab, während ein Theil des Schlüssels auf einen parallelen Tummler wirkt und denselben emportreibt. Das entgegengesezte Ende des Hebels wirkt dagegen auf einen horizontalen Tummler, und macht dadurch den Riegel frei. Wenn der Riegel abgesperrt worden ist, so gelangen die Tummler wieder in ihre frühere Stellung zurük, um den Riegel wieder festzuhalten. Zwischen den beiden parallelen Tummlern ist ein um einen Stüzpunkt beweglicher Hebel angebracht; der Riegel wird an dem einen Ende festgehalten, und an dem anderen mittelst eines Schlüssels in Bewegung gesezt, so daß sich derselbe in einer dem Schlüssel entgegengesezten Richtung bewegt. Die Commission erklärt diese Art von Schloß, dessen man sich bereits an den Gassen mehrerer der amerikanischen Banken bedient, für eines der besten ihr bekannt gewordenen. Von den gewöhnlichen Schlüsseln kann leicht ein Abdruk genommen werden; bei der neuen Art von Schlüssel hingegen ist dieß nicht wohl thunlich, weil in Hinsicht auf den Hebel ein hoher Grad von Genauigkeit erforderlich ist. (Aus dem Mechanics' Magazine, No. 697.)

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