Titel: Veränderungen des Gußeisens im Meerwasser.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1837, Band 63, Nr. XC./Miszelle 10 (S. 464)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj063/mi063006_10

Veränderungen des Gußeisens im Meerwasser.

Ueber die Veränderungen, welche das Gußeisen nach einem längeren Aufenthalte im Meerwasser erleidet, hielt Hr. Eudes Deslongchamps vor der Société linnéenne der Normandie einen interessanten Vortrag. Gegenstand der Untersuchungen des Verfassers waren Kanonenkugeln, welche von den Schiffen herrührten, die Admiral Tourville am 29. Jul. 1692 nach einem unglüklichen Treffen gegen die vereinigte englische und holländische Flotte bei Saint Vaast-la-Hougue versenkte. Diese Kugeln schienen auf den ersten Anblik keine Veränderung erlitten zu haben; bei genauerer Prüfung beurkundeten sie aber nicht nur einen Gewichtsverlust, der beinahe ⅔ ihres Gewichtes betrug, sondern sie ließen sich auch mit jedem Messer schneiden. Sie waren ganz in eine Art von Graphit, der mit einer gewissen Menge einer Verbindung von Chlor und Eisen vermischt war, umgewandelt, und enthielten gar kein metallisches Eisen, weßhalb sie denn auch auf die Magnetnadel keine Wirkung äußerten. Interessant ist diese Beobachtung hauptsächlich in Betreff der Anwendung des Gußeisens an Hafen- und anderen Seebauten. (Mémorial encyclopédique. Oktober 1836, S. 606.)

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