Titel: Ueber die Benuzung der Waschwasser der Stärkmehlfabriken,
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1837, Band 63, Nr. XC./Miszelle 12 (S. 465)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj063/mi063006_12

Ueber die Benuzung der Waschwasser der Stärkmehlfabriken,

worüber wir im Polyt. Journal Bd. LX. S. 385 die Resultate der von der Société d'encouragement gestellten Preisaufgabe bekannt machten, findet man einen weiteren Bericht des Hrn. Gaultier de Claubry im Bulletin dieser Gesellschaft vom December v. I. S. 457. Es geht daraus hervor, daß man allerdings den in den Waschwassern der Stärkmehlfabriken enthaltenen, der Fäulniß unterworfenen Stoff mit Sumachauflösung leicht und in kurzer Zeit beinahe ganz niederzuschlagen im Stande ist, und daß die rükständige Flüssigkeit mehrere Monate lang aufbewahrt werden kann, ohne eine Veränderung zu erleiden, in Folge deren sie einen unangenehmen Geruch annimmt. Allein, wenn die Frage auch in dieser Hinsicht gelöst ist, so ist sie es noch keineswegs in ökonomischer Beziehung. In einer Fabrik von mittelmäßiger Ausdehnung erhält man nämlich täglich 150 bis 200 Hectoliter Waschwasser. Die Aufsammlung dieser Masse und die Aufbewahrung derselben während der zur Fällung nöthigen Zeit erfordern großen Raum und viele Geschirre; die zur Fällung zu verwendende Substanz veranlaßt eine Auslage, die zwar allerdings unter vielen Umständen weniger lästig und bedeutend ist, als die Auslage für die Bauten, die das gewöhnliche Fabricationsverfahren oft nöthig macht, die aber im Allgemeinen doch mit den erzielten Producten nicht im Verhältnisse steht. Der Preisbewerber Hr. Leduc, hat neuerlich wohl Substanzen angegeben, mit denen sich dasselbe auf viel wohlfeilere Weise erzielen lassen soll; allein noch fehlt es hierüber an hinreichenden Erfahrungen, und damit der Concurrent diese unter seinen mißlichen Verhältnissen fortsezen könne, bewilligte ihm die Gesellschaft eine Unterstüzung von 500 Fr.

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