Titel: Abdrüke von Medaillen und Münzen mit Hausenblase zu nehmen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1837, Band 64, Nr. XVI./Miszelle 10 (S. 74)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj064/mi064016_10

Abdrüke von Medaillen und Münzen mit Hausenblase zu nehmen.

Man bringt eine Unze klein geschnittene Hausenblase mit einem halben Liter Weingeist in eine Flasche; verstopft diese mit einem Korke, welchen man zum Behufe des Eintrittes der Luft durchlöchert hat, und sezt sie auf ein Feuer, welches so stark seyn muß, daß sich die Hausenblase gänzlich auflöst. Wenn dieß nach 3 bis 4 Stunden geschehen ist, so filtrirt man die Auflösung und bewahrt sie zum Gebrauch auf. Will man sich ihrer bedienen, so sezt man die Flasche auf ein Feuer, um deren Inhalt zu verflüssigen, und gießt dann, wenn die Medaille gut gereinigt worden ist, so viel davon darauf, daß sie ganz damit bedekt ist. Wenn die Masse nach 2 bis 3 Tagen troken geworden ist, so nimmt man sie mit einem Federmesser ab. Man erhält auf diese Weise einen vollkommen durchsichtigen Abdruk der Medaille, dessen man sich bedienen kann, um mit irgend einer geeigneten Substanz erhabene Abdrüke damit zu erzielen. (Journal des connaissances usuelles, November 1836, S. 240.)

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