Titel: Schuzmittel gegen das Rosten der Metalle.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1837, Band 64, Nr. XVI./Miszelle 11 (S. 74–75)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj064/mi064016_11
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Schuzmittel gegen das Rosten der Metalle.

Das Journal des connaissances usuelles macht in seinem Decemberhefte vom vorigen Jahre folgende zwei Methoden bekannt, wonach man verschiedene Metalle gegen das Rosten schüzen kann. – 1) Man bedient sich einer Legirung, die man aus 5 Pfd. Zinn, 8 Unzen Zink, 8 Unzen Wismuth, 8 Unzen Messing in Stangen und 8 Unzen Salpeter zusammensezt, die bei diesem geringen Gehalte an Kupfer keinen Grünspan erzeugt, und die ein hartes, weißes und klingendes Metall bildet. Man schmilzt dieses Metallgemisch in blechernen Gefäßen, und erhizt dann die Gegenstände, die man damit überziehen will, in diesem Metallbade. Haben sie den gehörigen Hizgrad erreicht, so nimmt man sie heraus, bestreut sie mit Salmiak, und bringt sie hierauf schnell wieder in das Bad. Zulezt troknet man die Gegenstände, wie nach der gewöhnlichen Verzinnung in Werg oder Baumwolle ab, worauf man sie endlich auch noch in Wasser eintaucht. – 2) Man verwandelt eine Unze Graphit oder Anthracit, der man 4 Unzen Schwefelblei und 1 Unze Schwefelzink beimengt, in ein unfühlbares Pulver, welchem man nach und nach ein Pfund Leinöhlfirniß, welcher vorher bis zum Sieden erhizt worden ist, zusezt. Dieser Firniß troknet sehr schnell und schüzt die Metalle, auf die er angewendet wird, vollkommen gegen die Oxydation. Man bedient sich seiner hauptsächlich zum Anstreichen der Blizableiter und der Dächer aus Kupfer, Blei, Zink und Eisen.

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