Titel: Glasur für Geschirre aus Kupfer und Gußeisen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1837, Band 64, Nr. XVI./Miszelle 12 (S. 75)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj064/mi064016_12

Glasur für Geschirre aus Kupfer und Gußeisen.

Das Journal des connaissances usuelles empfiehlt folgende Glasuren oder Emailmassen zum Auskleiden blecherner und gußeiserner Geschirre.

1) 6 Theile gebrannte und gepulverte Kieselsteine, reiner Feldspath 2, Bleiglätte 9, Borax 6, Thonerde 1, Salpeter 1, Zinnoxyd 6, Potasche 1, die aber auch ohne Nachtheil weggelassen werden kann.

2) Geglühte Kiesel 8 Theile, rothes Bleioxyd 8, Borax 6, Zinnoxyd 5, Salpeter 1.

3) Feldspath 12 Theile, Borax 8, Bleiweiß 10, Salpeter 2, calcinirter und gepulverter Marmor 1, Thonerde 1, Potasche 2, Zinnoxyd 5.

4) Geglühte Kiesel 4 Theile, weißer Granit 1, Salpeter 2, Borax 8, geglühter Marmor 1, Thonerde 1/2, Zinnoxyd 2.

Welche dieser Formeln man wählen mag, so müssen die angegebenen Ingredienzien gut vermengt, dann geschmolzen, und während sie noch in Fluß sind, auf eine gut gepuzte Zinn- oder Kupferplatte ausgegossen werden. Nach dem Erkalten pulvert man die Masse; und wenn sie dann durch ein Sieb gelaufen ist und mit Wasser ausgewaschen wurde, so sezt man ihr irgend eine schleimige Substanz bei. Mit dieser Art von Teig kleidet man endlich das Gefäß, welches emaillirt werden soll, aus; dabei wird, nachdem die erste Schichte getroknet ist, auch noch eine zweite aufgetragen, und zulezt das Geschirr einer solchen Wärme ausgesezt, daß die Masse überall gleichmäßig in Fluß geräth. Das Erkalten darf nur langsam geschehen.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: