Titel: Frankreichs Getreideproduction.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1837, Band 64, Nr. XVI./Miszelle 24 (S. 80)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj064/mi064016_24

Frankreichs Getreideproduction.

Frankreich baut mit Ausnahme von Corsica, wo kein Hafer gesäet wird, in allen seinen Departements Weizen, Roggen, Gerste und Hafer. Der Weizen bildet die Hauptmasse des Getreides; die übrigen Sorten folgen in folgender Ordnung auf einander: Hafer, Roggen, Gerste, Mischkorn, Heidekorn, Mais und Hirse, und endlich Linsen etc. Die Gesammternte zu 155, dem Maaße und nicht dem Gewichte nach genommen, kommen auf den Weizen 50 oder 1/3 der Gesammternte;

Hafer 40 oder beinahe 4/5 des Weizens;

Roggen 23 oder etwas weniger als die Hälfte des Weizens;

Gerste 17 oder 1/3 des Weizens;

Mischkorn 10 oder 1/5 des Weizens;

Heidekorn 7 oder etwas über 1/7 des Weizens;

Mais und Hirse 6 oder etwas über 1/8 des Weizens;

Linsen etc. 2 oder beinahe 1/25 des Weizens.

Das Gewicht des Weizens wechselt je nach der Güte und dem Grade der Nässe oder Trokenheit des Jahrganges von 68 bis 84 Kilogr. per Hectoliter. Die mittlere Schwere für Weizen von erster Qualität kann man zu 76, jene des Roggens zu 69 und jene des Hafers zu 50 per Hectoliter annehmen. Da aber die große Masse Getreide von mittlerer Qualität ist, so kann man das mittlere Gewicht des Hectoliters Weizen zu 74 und jenes des Hafers zu 45 gelten lassen. Für ganz Frankreich berechnet sich der mittlere Ertrag einer Hectare Landes für Weizen auf 10 Hectoliter 25 Liter; für Roggen auf 8,50; für Mischkorn auf 11,10; für Gerste auf 14,8; für Hafer auf 16,46 Hectoliter. Die mittlere Produktion an Weizen, Roagen und Mischkorn beträgt jährlich 85,200,000 Hect.; diese Differenz zwischen einer schlechten und einer reichlichen Ernte beiläufig 24 Mill. Hectoliter; jene zwischen einer schlechten und einer gewöhnlichen Ernte 4 bis 5 Mill., und jene zwischen einer schlechten und einer guten gegen 11 Mill. Hectoliter. (Journal des connaissances usuelles. Decbr. 1836, S. 253.)

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