Titel: Entschlichtung baumwollener und leinener Gewebe mit Pfeifenthon.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1837, Band 64, Nr. XXXII./Miszelle 22 (S. 159)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj064/mi064032_22

Entschlichtung baumwollener und leinener Gewebe mit Pfeifenthon.

Alle früheren Mittel zur Entschlichtung leinener oder baumwollener Gewebe, als: Zersezung der Schlichte durch Gährung, Auskochen mit Aezlauge, mit Potasche, mit Seife u.s.w., sind theils kostspielig, theils zeitraubend, theils wirken sie nachtheilig auf die Haltbarkeit des Zeugs oder seine Tauglichkeit zum Färben. Hr. Wendel, Färber in Coblenz, empfiehlt daher das Entschlichten mit Pfeifenthon. Auf 50 Berl. Ellen 6/4 breites Zeug soll man Tags vorher 1 Pfund dieses Pfeifenthons in Wasser einweichen, kurz vor dem Gebrauche mit mehr Wasser umrühren, kochendes Wasser in den Kessel gießen, die Zeuge 2 bis 2 1/2 Stunden darin kochen, und dann durch Waschen und etwas Klopfen von allem Thone reinigen. Die rein mechanische Einwirkung des Thons (ähnlich der aller anderen, dem Wasser eine seifige Beschaffenheit, ohne alkalische Reaction gebenden Stoffe, z.B. Ochsengalle, Seifenkraut u.s.w.) befreit die Zeuge vollkommen von der Schlichte, eine im geringsten nachtheilig zu wirken.

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