Titel: Programm der von der Société d'encouragement pour l'industrie nationale in der Generalsizung vom 4. Januar 1837 für die Jahre 1837, 1838, 1839, 1840 und 1844 ausgeschriebenen Preise.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1837, Band 64, Nr. XLIX./Miszelle 1 (S. 231–233)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj064/mi064049_1

Programm
der von der Société d'encouragement pour l'industrie nationale in der Generalsizung vom 4. Januar 1837 für die Jahre 1837, 1838, 1839, 1840 und 1844 ausgeschriebenen Preise.

I. Mechanische Künste.

1) Preise für das Jahr 1837.

1) Preis von 3000 Fr. für Fabrikation von Nähnadeln.

2) Zwei Preise, einer zu 6000 und einer zu 12,000 Fr. auf ein verbessertes System der Canalschifffahrt.

2) Preise, welche auf das Jahr 1837 verschoben wurden.

3) Preis von 1500 Fr. für Erfindung einer Speisungspumpe für Dampfmaschinen.

4) Preis von 2000 Fr. für einen verbesserten Dynamometer zum Messen der Kraft der Maschinen.

5) Preis von 1000 Fr. für einen auf landwirtschaftliche Arbeiten anwendbaren Dynamometer.

6) Fünf Preise, zu 2000, 4000, 3000, 2000 und 2500 Fr. für die Fabrication von Wasserleitungsröhren.

7) Sieben Preise, wovon fünf zu 500 und zwei zu 1000 Fr. für Verbesserungen in der Fabrication von Dachziegeln, Baksteinen, Bodenplatten, und anderen Erzeugnissen aus gebranntem Thone.

8) Preis von 1000 Fr. für ein Instrument, welches die in den Werkstätten gebräuchlichen Schraubenbohrer vollkommen zu ersezen im Stande ist.

9) Preis von 1000 Fr. für ein Instrument, womit man in metallene Zapfen, Bolzen, Spindeln etc. aller Art Schraubengewinde schneiden kann.

10) Zwei Preise, jeder zu 12,000 Fr. für Mittel zur Sicherstellung gegen die Explosionen der Dampfmaschinen und der Dampfkessel.

II. Chemische Künste.

1) Preise für das Jahr 1837.

11) Preis von 5000 Fr. für die beste Beschreibung der Verfahrungsarten zum Bleichen der Zeuge, welche zur Indiennenfabrication bestimmt sind; ferner |232| der Zubereitung der Farben und ihrer Anwendung und endlich aller Maschinen, welche zu diesen Arbeiten benuzt werden.

12) Preis von 3000 Fr. auf wohlfeile Desinfection der Urine und der Ablaufwasser der Urine.

(Die Entwikelung dieser neuen Preisaufgabe siehe Polyt. Journ. Bd. LXIII. S. 395.)

13) Preis von 2000 Fr. für eine genaue Beschreibung der Bereitung des künstlichen Ultramarins.

(Siehe Polyt. Journ. Bd. LXIII. S. 393)

2. Preise, welche auf das Jahr 1837 verschoben wurden.

14) Preis von 3000 Fr. für Auffindung und Ausbeutung von Steinbrüchen, welche Steine für die Lithographie liefern.

15) Preis von 2000 Fr. für Fabrication künstlicher Steine, welche die lithographischen zu ersezen im Stande sind.

16) Preis von 4000 Fr. für Uebertragung alter Kupferstiche auf lithographische Steine.

17) Preis von 3000 Fr. für Uebertragung von Zeichnungen, Kupferstichen und Abzügen von Drukerlettern auf Stein.

18) Preis von 1500 Fr. für eine verbesserte Schwärzmethode der lithographischen Steine.

19) Preis von 2000 Fr. für den Steindruk mit Farben.

20) Preis von 2000 Fr. für Fabrication von Leuchtgas und die zur Gasbeleuchtung gehörigen Apparate.

21) Preis von 1000 Fr. für eine wohlfeile Bereitungsart des Fischschuppenweiß.

22) Preis von 6000 Fr. für Ersezung des Röstens des Hanfes und des Flachses durch eine bessere Verfahrungsart, als bisher bekannt ist.

23) Preis von 6000 Fr. für Vervollkommnung der Eisengußwerke.

24) Preis von 3000 Fr. für Auffindung einer gehörigen Benuzungsweise der Ablaufwasser der Stärk- und Sazmehlfabriken.

25) Preis von 2000 Fr. für Fabrication von chinesischem Papier.

26) Preis von 4200 Fr. für Reinigung von Rinden und anderen Substanzen, aus denen Papier erzeugt werden kann.

27) Preis von 6000 Fr. für ein Verfahren, welches dem Stärk- oder Sazmehle die Eigenschaft mittheilt, ein Brod zu geben, welches eben so gut gährt, wie das mit Weizenmehl bereitete.

28) Preis von 2400 Fr. für Entdekung eines Verfahrens, wonach man die Verfälschung des Getreidemehles mit Stärk- oder Sazmehl erkennen kann.

29) Preis von 3000 Fr. für Errichtung einer Fabrik, in welcher feuerfeste Tiegel im Großen erzeugt werden.

30) Preis von 2000 Fr. für eine Substanz, welche beim Klären des nach Pariser Art gebrauten Bieres die Hausenblase zu ersezen im Stande ist.

31) Preis von 3000 Fr. für ein Metall oder eine Metalllegirung, welche sich nicht so leicht wie Eisen und Stahl oxydirt, und welche zu den Vorrichtungen, die zur Zerkleinerung weicher Nahrungsmittel dienen, benuzt werden kann.

32) Preis von 4000 Fr. für den besten Apparat zur Erzeugung von Dampf unter einem Druk von wenigstens 3 Atmosphären.

2) Preise für das Jahr 1838.

33) Zwei Preise, jeder zu 3000 Fr. für Verbesserungen im Ofenbaue, und zwar einen für den Verfasser jener Abhandlung, in welcher der Bau der zur Oxydation der Metalle bestimmten Ofen auf den höchsten Grad von Vollkommenheit geblacht ist 5 und einer für jenen Concurrenten, der den besten Bau der zum Schmelzen der Metalle und zur Reduction der Metalloxyde bestimmten Ofen angibt.

34) Preis von 3000 Fr. für Fabrication der besten Flaschen für schäumende Weine.

35) Preis von 4000 Fr. für Fabrication eines weißen strengflüssigen Glases.

36) Preis von 3000 Fr. für Fabrication von Glas, welches in der Masse gefärbt ist oder für Fabrication von doppelschichtigem Glase.

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37) Preis von 3000 Fr. für Malerei oder Verzierung der bleifreien Krystallgläser (objets de gobelèterie).

(Ueber diese drei lezteren Preise siehe polyt. Journ. Bd. LXIII. S. 461 u. 462.)

3) Preise für das Jahr 1839.

38) Drei Preise, einer zu 3000 Fr., einer zu 1500 Fr. und eine goldene Medaille für Verbesserungen in dem Verkohlungsprocesse des Holzes.

39) Preis von 10,000 Fr. für die beste Methode den Zuker aus den Runkelrüben zu gewinnen.

40) Preis von 10. 000 Fr. auf die Fabrication von Flintglas.

41) Preis von 4000 Fr. auf die Fabrication von Kronglas.

(Das Programm dieser vier Preise findet man im Polyt. Journ. Bd. LXIII. S. 393 und 462.)

III. Oekonomische Künste.

1) Preise, welche auf das Jahr 1837 verschoben wurden.

42) Silberne Medaillen für diejenigen, welche große Eiskeller an Orten, wo bisher noch keine solchen bestanden, errichten.

43) Preis von 4000 Fr. für Fabrication wohlfeiler Kerzen.

44) Preis von 3000 Fr. für Gefäße, in denen Nahrungsmittel mehrere Jahre lang aufbewahrt werden können.

2) Preise für das Jahr 1838.

45) Zwei Preise, einer zu 2000 und einer zu 1000 Fr. und Medaillen für Vorbauungs- und Abhülfsmittel gegen die Feuchtigkeit der Bauten und Gebäude.

IV. Landwirthschaft.

1) Preise für das Jahr 1837.

46) Drei Preise, zwei zu 500 und einer zu 600 Fr., für Anpflanzung der russischen, schottischen und corsicanischen Föhre.

47) Zwei Preise, einer zu 2000 und einer zu 1000 Fr., für die Einführung der Kultur von Gewächsen, welche für die Landwirthschaft, Industrie oder für die Künste von Nuzen sind.

48) Zwei Preise, einer von 3000 Fr. und einer von 1500 Fr., für Bepflanzung abschüssiger Grundstüke.

2) Preise für das Jahr 1840.

49) Goldene, platinene und silberne Medaillen für Vervollkommnung und Erweiterung der Seidenspinnereien in jenen Departementen Frankreichs, in welchen dieser Industriezweig schon längere Zeit besteht.

3) Preise für das Jahr 1844.

50) Goldene, platinene und silberne Medaillen für Einführung der Seidenraupenzucht in jenen Departementen, in welchen sie vor dem Jahre 1830 nicht bestand.

51) Drei Preise, zu 2000, zu 1500 und zu 1000 Fr., für Errichtung von Seidenspinnereien in jenen Departementen, welche vor dem Jahre 1830 keine solche Anstalt besaßen.

(Mit Ausnahme jener Preise, welche bereits im Polyt. Journ. Bd. LXIII. ausführlich motivirt sind, lautet das Programm wörtlich, wie das vorjährige, im Polyt. Journ. Bd. LX. S. 232 zu findende. Die Abhandlungen, Modelle, Muster, Documente etc. müssen vor dem 1. Julius 1837, 1838, 1839, 1840 und 1844 an den Secretär der Gesellschaft in Paris, rue du Bac No. 42 Hôtel de Boulogne, eingesandt werden. Die Summe der Preise beläuft sich auf 206,100 Fr.)

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