Titel: Guilotte's Verbesserungen an den Bandwebestühlen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1837, Band 64, Nr. XLIX./Miszelle 8 (S. 237–238)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj064/mi064049_12

Guilotte's Verbesserungen an den Bandwebestühlen.

Die Verbesserungen an den Bandwebestühlen, auf welche sich Claude Guilotte von Spitalfields am 11. Februar 1831 ein Patent ertheilen ließ, betreffen die bekannten französischen Bandstühle. Die für die einzelnen Bänder erforderlichen, schmalen Ketten werden horizontal und durch entsprechende schmale Rietblatt-Theile von dem Ketten- an den Werkbaum geführt. Zum Weben eines jeden einzelnen Bandstreifen dient ein eigenes Schiffchen, welches sich in Fugen, die in den vorderen Theil der Lade geschnitten sind, durch die zu ihm gehörige Kette hin und her bewegt. An der unteren Seite eines jeden dieser Schiffchen befindet sich eine kleine Zahnstange, auf welche kleine, an der Lade aufgezogene Getriebe wirken, so daß die Schiffchen durch die Wechselbewegungen dieser Getriebe hin und her getrieben werden. Die Getriebe erhalten ihre Bewegung durch eine Zahnstange, die sich unter ihnen hin und her schiebt, leztere selbst wird durch ein an der Lade aufgezogenes Zahnrad in Bewegung gesezt, sobald die Achse dieses Rades durch die von den Tretschämelhebeln herführenden Riemen in Wechselbewegung gebracht wird. Sowohl die zum Treiben der Getriebe dienenden, als auch die an den unteren Seiten der Schiffchen befindlichen Zahnstangen müssen, wenn sie aus Metall bestehen, zur Verhütung der Abreibung mit Fett oder einer anderen ähnlichen Substanz geschmiert werden. Da nun diese Substanz nicht selten die Fabricate verunreinigt, so schlägt der Patentträger vor, die Zahnstangen |238| aus Leder anstatt aus Metall zu schneiden. Er will, daß man zu diesem Zweke Streifen aus dikem Sohlleder schneide; daß man diese Streifen auf Latten aus Mahagonyholz leime, und daß man diese, um ihnen den gehörigen Grad von Steifheit zu geben, auf einen dünnen Metallstab nagle. Hierin besteht demnach die ganze Erfindung. (Aus dem London Journal, März 1837.)

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