Titel: Vorschriften zur Fabrikation von emaillirten, als Täfelwerk zu benuzenden Thonplatten.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1837, Band 64, Nr. XLIX./Miszelle 10 (S. 238)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj064/mi064049_14

Vorschriften zur Fabrikation von emaillirten, als Täfelwerk zu benuzenden Thonplatten.

Die emaillirten Thonplatten, deren man sich hauptsächlich in Holland zum Austäfeln von Wohnzimmern, Badezimmern, Küchen u. dgl. bedient, gewähren nicht nur eine gewisse Eleganz, sondern es läßt sich auch leichter eine große Reinlichkeit erzielen; abgesehen davon, daß feuchte Gemächer mit Hülfe solcher Platten auch troken gemacht werden können. Dem Journal des connaissances usuelles zu Folge soll man eine sehr gute Masse zu diesen Platten bekommen, wenn man 1200 Pfd. geschlämmten und gesiebten grünen Thones (terre verte) mit 900 Pfd. eines aus demselben Thone bereiteten, fein gesiebten Cementes vermengt, und gut miteinander abarbeitet. Zum Färben der Platten soll man sich derselben Farbstoffe bedienen, wie zum Färben der Töpferglasuren. Nur das Weiß, welches als Basis zu dienen hat, soll man sich bereiten, indem man 175 Pfd. Blei, 20 Pfd. englisches und 12 1/2 Pfd. indisches Zinn calcinirt; und indem man auf 220 Pfd. der dadurch erzielten Metallasche 200 Pfd. Sand von Monier, 45 Pfd. Glasschaum, 12 Pfd. Bleiglanz, und 6 Pfd. weiße Potasche nimmt. Alle diese Substanzen soll man in einem Fayenceofen zusammenschmelzen, dann stoßen, mit Steinen, welche aus Sandstein bestehen, mahlen, und durch ein Seidensieb laufen lassen, wo man diese Glasur dann nach der gewöhnlichen Methode anwenden kann.

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