Titel: Bereitung thierischer Kohle aus ausgesottenen Knochen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1837, Band 64, Nr. LXII./Miszelle 14 (S. 318)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj064/mi064062_14

Bereitung thierischer Kohle aus ausgesottenen Knochen.

Hr. Payen hat gefunden, wie man aus jenen thierischen Knochen, die bei der Bereitung des Knochenleimes und der Knochensuppen des größten Theiles ihrer animalischen Bestandtheile beraubt wurden, und die daher für sich allein keine so gute Kohle geben könnten, als die in den gewöhnlichen Küchen etc. gesammelten Knochen, dennoch eine Kohle bereiten kann, die sich ganz vortrefflich als Entfärbungsmittel für Raffinerien, und als Farbe für Anstriche, Wichsen etc. eignet. Sein Verfahren ist folgendes. Man vermengt 80 Kilogramme Knochen, aus denen Knochenleim oder Knochensuppe bereitet worden, mit 10 Kilogr. des bei der Steinkohlendestillation gewonnenen Theeres) läßt sie einen oder mehrere Tage auf einem Haufen liegen, und gibt sie dann in geschlossene oder erwärmte Gefäße, damit eine Zersezung der Substanzen von Statten gehe. Es dringt hiebei eine große Menge des in dem Theere enthaltenen Kohlenstoffes in die Poren der Knochen, und man erhält eine Kohle, die nichts zu wünschen übrig läßt. Mehrere andere Arten von Theer, flüchtige und fette Oehle, verschiedene fettige und harzige Substanzen und überhaupt alle thierischen und vegetabilischen Stoffe, in denen der Kohlenstoff in sehr vertheiltem Zustande enthalten ist, eignen sich gleichfalls hierzu. (Journal des connaissances usuelles, Jul. 1836.)

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