Titel: Ueber die rotirenden Pumpen der HH. Becker und Comp.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1837, Band 64, Nr. LXII./Miszelle 3 (S. 313)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj064/mi064062_3

Ueber die rotirenden Pumpen der HH. Becker und Comp.

Unter den vielen rotirenden Pumpen, welche bereits angegeben wurden, ist vielleicht jene, die Hr. Becker in Straßburg verfertigt, und von der man bei der im Jahre 1836 in Mülhausen gehaltenen Industrieausstellung mehrere Exemplare sehen konnte, nach der Ansicht der Prüfungscommission noch die einfachste und diejenige, welche am meisten Wahrscheinlichkeit der Brauchbarkeit für sich hat. Sie unterscheidet sich von jener Bramah's dadurch, daß sie statt zweier nur einen einzigen Kolben oder Flügel hat, und daß das Leder als ein auf dem Metalle schwimmender Körper in Anwendung gebracht ist. Besonders überraschend ist an dieser Pumpe die große Ausdehnung, welche die die Flüssigkeit aufsaugenden Räume allmählich erlangen können, und welche später wieder bis auf Null herab sinkt. – Außer diesen rotirenden Pumpen hatten dieselben Fabrikanten aber auch noch zwei andere Pumpen ausgestellt, die nach einem verschiedenen und ganz neuen Principe gebaut waren. An diesen drehten sich im Inneren eines geschlossenen Cylinders und um dessen Achse drei, von einander unabhängige Kolben oder Flügel, und zwar auf solche Weise, daß ihre Geschwindigkeit bei jeder Evolution eine Zunahme und hierauf wieder eine Abnahme erlitt. Hieraus erhellt, daß sich die zwischen den beiden Kolben und der inneren Wand des Cylinders befindlichen Räume nach einander ausdehnen und wieder verkleinern: eine Bedingung, welche die Basis jeder Art von Pumpe bildet. Wenn man daher bewirkt, daß das Saugrohr mit jener Stelle, an der sich die Räume zu erweitern beginnen, das Steigrohr hingegen mit jener Stelle, an der sich die Räume wieder verengern, correspondirt, so erhält man gleichfalls wieder eine rotirende Pumpe. Diese Anordnung der Theile hat etwas sehr Anziehendes; allein in der Praxis dürften sich doch noch immer große, bisher noch nicht beseitigte Schwierigkeiten ergeben. (Aus dem Bulletin de la Société industrielle de Mulhausen, No. 45.)

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