Titel: Ueber die Gewinnung von krystallisirtem Zuker aus dem Toddy oder aus dem Safte der Cocospalme auf der Insel Ceylon
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1837, Band 64, Nr. LXXVIII./Miszelle 11 (S. 395)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj064/mi064078_11

Ueber die Gewinnung von krystallisirtem Zuker aus dem Toddy oder aus dem Safte der Cocospalme auf der Insel Ceylon

gibt Obristlieutenant Colebrook in Nr. 27 des Journal of the Royal Asiatic Society folgende Aufschlüsse. „Der Toddy wird in vollkommen reinen Gefäßen, in welche man, um die Gährung zu verzögern und das Adstringirende zu beseitigen, eine geringe Quantität des indischen Feigenbaumes (ál oder banyan tree) gibt, gesammelt. Bevor die Flüssigkeit in Gährung tritt, wird sie durch ein reines Tuch geseiht, und in einer messingenen oder anderen Pfanne so lange gekocht, bis sich die Unreinigkeiten auf die Oberfläche begeben und als Schaum entfernt werden können. Wenn sie dann ihr wässeriges Aussehen verloren und eine etwas röthliche Farbe angenommen hat, so bringt man sie in einer anderen Pfanne über ein starkes Feuer, wobei sie gleichfalls wieder abgeschäumt wird. Man vermindert das Feuer allmählich, bis sich auf der Oberfläche ein weißer Schaum zeigt. Wenn die Flüssigkeit hiebei klebrig geworden ist und die gehörige Consistenz erlangt hat, wovon man sich überzeugt, indem man eine kleine Quantität davon abkühlen läßt, und zwischen dem Daumen und Zeigefinger probirt, so nimmt man sie vom Feuer. Der Faden muß sich beiläufig einen Zoll lang ziehen lassen, ohne zu brechen, ist dieß der Fall, so gießt man den Syrup in ein anderes Gefäß, in welchem man ihn abkühlen läßt, bis er kaum mehr als lauwarm ist. In diesem Zustande wird er mit etwas grobem Candiszuker vermengt, und in ein Gefäß gebracht, welches am Boden mit einer Oeffnung, welche verstopft ist, versehen ist, damit man den nicht krystallisirten Rükstand abfließen lassen kann. Die Krystallisation ist nach einer Woche beendigt; 8 Tage später wird der krystallisirte Zuker in einem Sake in die Nahe eines Feuers gehängt. Die Bereitungskosten berechnen sich in Ceylon, abgesehen von den Kosten der Gefäße, auf einen Penny per Pfund.“

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: