Titel: Kohlenerzeugung mittelst der Gichtflamme der Hohöfen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1837, Band 64, Nr. LXXVIII./Miszelle 5 (S. 392)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj064/mi064078_5

Kohlenerzeugung mittelst der Gichtflamme der Hohöfen.

An dem Hohofen in Mont-Blainville bei Varennes, Dept. de la Meuse, bedient man sich seit zwei Jahren des Verfahrens des Hrn. Fauveau-Deliars, auf welches im Polyt. Journal Bd. LXI. S. 480 aufmerksam gemacht wurde. Die Resultate, die sich ergaben, sind folgende: 7 Klafter Holz von 50 bis 52 Kubikzoll gaben nach dem älteren Verfahren 4 Kiloliter Holzkohlen, wo, mit man 800 Kilogr. melirtes Roheisen (fonte mêléc) ausbrachte. Rechnet man dazu noch das Kohlenklein, welches verwendet wurde, so kamen gegen 4 1/3 Kiloliter Kohlen auf 800 Kilogr. Roheisen. Nach dem neuen Verfahren hingegen erhält man mit 3 1/2 Klafter Holz von denselben Dimensionen eine eben so große Quantität Roheisen, und zwar ein Roheisen, welches weniger melirt und zäher ist, welches sich milder arbeitet, und welches beim Frischen, dieß mag mit Steinkohlen oder mit Holzkohlen bewerkstelligt werden, ein Eisen von besserer Qualität und weniger Verlust gibt. Es entstehen hiebei auch keine Kohlenabfälle, weil die Kohle gleich, so wie sie fertig ist, und noch heiß in den Hohofen geschafft wird. Der ganze Gang des Ofens wird auf diese Weise sehr beschleunigt und weit regelmäßiger, so daß zu den Kostenersparnissen auch noch der Vortheil hinzukommt, daß sich die Fabrication um den dritten Theil höher treiben läßt. (Bulletin de la Société d'encouragement. Februar 1837, S. 71.)

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