Titel: Ueber Hrn. Deleschamps's Beize für den Stahlstich.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1837, Band 64, Nr. LXXVIII./Miszelle 6 (S. 392–393)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj064/mi064078_6
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Ueber Hrn. Deleschamps's Beize für den Stahlstich.

Wir haben im Polyt. Journal Bd. LVIII. S. 35 dasjenige abgehandelt, was bis dahin über die von Hrn. Deleschamps erfundene Beize für den Stahlstich bekannt geworden ist. Als Nachtrag hiezu mag nun das dienen, was dem Institut No. 172 gemäß in einem Berichte vorkommt, der über denselben Gegenstand der Akademie in Paris erstattet worden war. „Der Erfinder,“ heißt es nämlich daselbst, „bedient sich, um zu seinem Zweke zu gelangen, einer Mischung aus saurem essigsaurem Silber und Salpeteräther-Hydrat (éther nitreux hydraté). Sobald diese Mischung mit den blosgelegten Stellen der Metallplatten in Berührung kommt, stürzt sich das essigsaure Salz, welches nur in geringer Menge in ihr enthalten ist, auf den unteren Theil der gravirten Züge, wo es sehr rasch eine kräftige Wirkung ausübt, Flächen die oberen Theile der Züge durch den Salpeteräther gewisser Maßen gegen diese Wirkung geschüzt bleiben. Es findet hiebei Folgendes Statt: das essigsaure Salz fällt auf den Grund der gravirten Züge; wegen der großen Leichtigkeit, womit dasselbe zersezt wird, wenn es mit gewissen Metallen, wie z.B. mit Stahl, Kupfer und dessen Legirungen in Berührung kommt, höhlt es diese nach und nach in der Tiefe aus, während es durch die überschüssige Saure immer wieder neu belebt wird, und also die Aezung wie vorher weiter bewerkstelligen kann. Nach dieser Theorie läßt sich Alles erklären, was Flächen der Aezung vorgeht, so daß diese leicht zu dirigiren ist, wenn man auf die Natur des Metalles und die zu vollbringende Arbeit gehörige Rüksicht nimmt.“

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