Titel: Desmoulin's Bereitungsart des Zinnobers auf nassem Wege.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1837, Band 64, Nr. LXXVIII./Miszelle 9 (S. 394)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj064/mi064078_9

Desmoulin's Bereitungsart des Zinnobers auf nassem Wege.

Im XXX. Band der Descript. des brevets d'invention ist das Verfahren des Hrn. Desmoulin's zur Fabrikation des Zinnobers auf nassem Wege mitgetheilt. Man gebraucht dabei gewöhnliche aus Baksteinen erbaute Oefen, welche 3 Schuh hoch und eben so breit sind. Am oberen Theil derselben befindet sich ein gußeiserner Tiegel, der mit Sand gefüllt ist, auf welchen man ein Gefäß von glasirtem Fayence oder Porzellan stellt) in diesem Gefäß amalgamirt man zwölf Theile Queksilber mit drei Theilen Schwefelblumen. Das Ganze läßt man dann im Sandbade fünf bis sechs Stunden lang erwärmen, indem man es mittelst einer Aezkalilauge von 12 bis 14° Baums in der Consistenz eines diken Breies erhält und das Gemenge mit einem Glasstabe beständig umrührt. Der Glasstab muß einen Fuß lang und mit einem 6 Fuß langen hölzernen Stiel versehen seyn, damit sich die Arbeiter bei diesem Geschäft den schädlichen Queksilberdämpfen nicht auszusezen brauchen. Wenn man zehn bis zwölf Theile Lauge über dem Schwefelqueksilber eindampfen läßt, erhält man dunklen Zinnober. Um blassen Zinnober zu erhalten, zerreibt man den dunklen eine gewisse Zeit über in einer Porzellanmühle unter Wasser. Nachdem der Zinnober ganz fertig ist, wäscht man ihn mit reinem Wasser, um das während der Operation gebildete Schwefelkalium auszuziehen.

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