Titel: Young's verbesserte Thürschlösser und Fallen.
Autor: Young, John
Fundstelle: 1837, Band 65, Nr. LXXIII. (S. 325–326)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj065/ar065073

LXXIII. Verbesserungen an den Thürschlössern und Fallen, worauf sich John Young, Schlosser von Wolverhampton in der Grafschaft Stafford, am 27. Julius 1831 ein Patent ertheilen ließ.

Aus dem London Journal of Arts. Julius 1837, S. 207.

Mit Abbildungen auf Tab. V.

Der erste Gegenstand, den der Patentträger beschreibt, ist ein sogenanntes Zuhaltungsschloß mit einer neuen Art von fliegendem Eingerichte (fleg-guard). Dieses ist eigentlich ein Zuhaltungshebel mehr, welcher zum Ab- und Aufsperren der gewöhnlichen Zuhaltungen (tumblers) dient. Fig. 42 zeigt das Innere dieses Schlosses in einer perspektivischen Ansicht, und zwar in einer Stellung, in welche dessen Theile gelangen würden, wenn ein falscher Schlüssel angestekt worden |326| wäre. a, a ist der Riegel; b das fliegende Eingerichte; c dessen Drehpunkt; d dessen Feder. e sind drei, vier oder mehrere Hebel, die ihren Drehpunkt in f haben; g ist der Zapfen am Riegel. Sollte einer der Hebel durch das Einführen eines Dietriches oder sonstigen falschen Instrumentes oder auch eines falschen Schlüssels über die Stellung, in welcher er sperrt, emporgehoben werden, so würde er den bei d befindlichen Arm des fliegenden Eingerichtes aufheben, und also, indem der spize Arm des fliegenden Eingerichtes an dem spizigen Ende der Feder d vorüberginge, bewirken, daß sich das Eingerichte gegen den Zapfen i stemmt, und an dem Ende der Hebel e in eine quere Stellung geräth. Das fliegende Eingerichte deutet daher jeden Einbruchsversuch an, und gewährt zugleich große Sicherheit; denn in diesem Falle wird selbst der wahre Schlüssel nur dann aufsperren, bis er wie beim doppelten Absperren umgedreht worden ist. Das Eingerichte und dessen Feder bewegt sich nämlich hiebei zugleich mit dem Riegel; und da es auf den Zapfen i zu drüken fortfährt, so bewegt es sich über die spizige Feder d zurük, wo es dann bloß mit dem wahren Schlüssel aufgesperrt werden kann. Wenn der Riegel a zurükgetrieben worden und das obere Ende des fliegenden Eingerichtes unter den Zahn der Feder d gelangt ist, so wird der obere Arm h des fliegenden Eingerichtes auf den oberen Rand der Zuhaltungshebel e zu liegen kommen, und wenn der untere Arm b in horizontale Stellung gelangt ist, in die Auskerbung der Zuhaltungen einfallen.

Der Patentträger bringt für verschiedene andere Arten von Schlössern und Fallen verschiedene Modificationen eines solchen fliegenden Eingerichtes in Vorschlag, die jedoch, da sie sämmtlich auf einem und demselben Principe beruhen, keiner weiteren Erläuterung bedürfen.

Eine zweite Erfindung des Patentträgers besteht darin, daß er dem Riegel die Gestalt eines rechtwinkeligen, in der Nähe seines Winkels an einem Stifte aufgehängten Hebels geben will, der, indem sein unterster Theil die größte Schwere hätte, durch seine eigene Schwere in seine schließende Stellung gelangen würde. Endlich will er auch noch den Kasten und den Stulp aus einem Stüke gegossen haben, damit das Schloß auf keine Weise von Außen geöffnet werden kann, ausgenommen man zerschlägt es.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Tafeln


Orte
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: