Titel: Ueber die rotirende Dampfmaschine des Grafen Dundonald,
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1837, Band 65, Nr. XXIII./Miszelle 1 (S. 74)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj065/mi065023_1

Ueber die rotirende Dampfmaschine des Grafen Dundonald,

die wir im Polyt. Journal beschrieben und abgebildet haben, wurden in neuerer Zeit von den Ingenieurs Bramah und Robinson Versuche angestellt, als deren Resultate man im Echo du monde savant Folgendes liest. „Ein Modell von 6 3/4 Zoll im Durchmesser und von 6 Zoll in der Breite hat bewiesen, daß die verschiedenen sich reibenden Oberflächen arbeiten können, ohne daß Dampf verloren geht; daß sich diese Theile ohne Schwierigkeit montiren und adjustiren lassen; daß das Spiel der Ventile vollkommen und ohne Erschütterungen von Statten geht, und daß die Geschwindigkeit, wie groß sie auch seyn mag, keinen Nachtheil bringt. Die Maschine kann, um einen bestimmten Nuzeffect hervorzubringen, unter übrigens gleichen Umständen keinen größeren Aufwand an Dampf bedingen, als eine Maschine mit Wechselbewegung. Mit 31 Pfd. Dampf im Kessel gibt sie als Maximum einen Nuzeffect von 50,703 Pfd. per Minute auf einen Fuß Höhe gehoben, was anderthalb Pferdekräften entspricht: Alban's Apparat zum Grunde gelegt. Die Wahrscheinlichkeit, daß irgend etwas an der Maschine in Unordnung geräth, scheint, in so fern dieß von dem Principe, nach welchem die Maschine gebaut ist, abhängt, nicht größer als an den gewöhnlichen Maschinen, ja, da die rotirende Maschine aus einer geringeren Anzahl von Theilen zusammengesezt ist, so läßt sich schließen, daß sie weniger Reparaturen erfordern wird. Der Raum, den sie einnimmt, ist so klein, daß man sie sehr leicht auf Schiffen unterbringen kann.“

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