Titel: Witterungseinflüsse auf die Weinproduction.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1837, Band 65, Nr. XXIII./Miszelle 16 (S. 78–79)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj065/mi065023_16

Witterungseinflüsse auf die Weinproduction.

Hr. Boussingault hat sich's in den lezten 12 Jahren zur Aufgabe gemacht, die meteorologischen Einflüsse auf den Weinbau und die Weinproduction zu erforschen. Er hat der Akademie in Paris eine interessante Notiz über seine bisherigen, freilich noch zu beschränkten Beobachtungen mitgetheilt. Die Schlüsse, die er aus denselben zog, sind: 1) daß die mittlere Temperatur der Tage, die eigentlich den Zeitraum der Kultur des Weinstokes ausmachen, einen entschiedenen Einfluß auf den Wein hat. Während die mittlere Temperatur in jenem Jahrgange, der den geistigsten Wein lieferte, 17,3° R. betrug, belief sie sich z.B. im Jahre 1833, wo nur sehr mittelmäßiger Wein wuchs, nur auf 14,7° R. – 2) daß die Summe des während der Weinkultur gefallenen Regens wenig Einfluß auf die Qualität, wohl aber auf die Quantität des Weines hat, und daß bei geringem Regenfalle mehr Wein erzeugt wird, als bei häufigem. – 3) endlich, |79| daß in guten Weinjahren vor der Blüthe des Weines weniger Regen fällt, als nach derselben. – Die Beobachtungen des Hrn. Boussingault wurden auf seinem Weinberge zu Schmalzberg angestellt. (Echo du monde savant, No. 216.)

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