Titel: Ueber das Anlassen von Eisengußwaaren.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1837, Band 65, Nr. XXXVII./Miszelle 13 (S. 155–156)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj065/mi065037_13

Ueber das Anlassen von Eisengußwaaren.

Hr. Baron Séguier trug der Société d'encouragement kürzlich Einiges über die neuerlich in England eingeführten Methoden Eisengüsse anzulassen oder zu adouciren vor. Er nahm hiebei die Priorität der Erfindung für die Franzosen in Anspruch, und bemerkte, daß sich Hr. Bréant mit großem Erfolg mit der Umwandlung von Gußeisen in Stahl beschäftigte, und daß eigentlich von der Zeit dieser Versuche her die Bemühungen der Engländer in Hinsicht auf das Anlassen der Eisengüsse datiren. Nach dem was er in Erfahrung brachte, sollen die Engländer hiezu die härtesten Güsse nehmen, und diese eine Zeit über, welche nicht unter 100 bis 120 Stunden beträgt, mit Eisenoxyd cementiren. Als Resultat ergibt sich ein Stahl, der sich schmieden läßt, welcher die Härtung annimmt, und aus dem man verschiedene Werkzeuge, wie z.B. Grabstichel, verfertigen kann. – Hr. Herzog von Praslin bemerkte bei dieser Gelegenheit, daß die Gesellschaft im Jahre 1818 an die HH. Baradelle und Déodor den Preis von 3000 Fr. zuerkannte, der mehr als 14 Jahre hindurch auf die Verfertigung verschiedener Artikel, die man bisher aus Kupfer oder Schmiedeisen fabricirte, |156| aus Gußeisen ausgeschrieben war. Es wurden bei dieser Gelegenheit mancherlei Artikel aus adoucirtem Gußeisen vorgelegt, die allen Anforderungen entsprachen, und unter denen man hauptsächlich Schlosserwaaren, gegossene Klingen etc. bemerkte. – Erinnert wurde endlich, daß Hr. Lefaucheux für die Gewehre, die er fabricirt, aus Lüttich mancherlei Artikel bezieht, die daselbst gegossen und dann adoucirt werden. (Bulletin de la Société d'encouragement, Mai 1837, S. 199.)

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