Titel: Perron's und Lesueur's Steinkitt.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1837, Band 65, Nr. XXXVII./Miszelle 22 (S. 158–159)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj065/mi065037_22

Perron's und Lesueur's Steinkitt.

Die HH. Perron und Lesueur geben folgende Vorschrift zur Bereitung eines sogenannten Steinkittes (mastic lithocolle), den sie in vielen Fällen, namentlich aber zum Verschließen von Gefäßen, worin naturhistorische und andere Gegenstände über die See verführt werden sollen, sehr vorteilhaft gefunden haben. Die Bestandtheile sind gewöhnliches Harz oder Schiffspech, rother Ocker, rothes Eisenoxyd, gelbes Wachs und Terpenthinöhl, von denen man mehr oder weniger Nehmen soll, je nachdem man den Kitt mehr oder weniger fett haben will. Man soll zuerst das Harz und das Wachs schmelzen und dann unter Umrühren mit |159| einem hölzernen Spatel den rothen Oker beimengen; erst wenn dieses Gemenge eine Viertelstunde lang gekocht hat, ist das Terpenthinöhl einzutragen, und darauf das Kochen noch 8 bis 10 Minuten hindurch fortzusezen. Damit sich diese in hohem Grade brennbaren Stoffe nicht entzünden, soll man ein Gefäß anwenden, welches eine drei oder vier Mal größere Quantität faßt, als der Kitt, den man bereiten will, betrögt. Ferner soll dieses Gefäß einen Griff haben, damit man es leicht vom Feuer nehmen kann, so oft die Masse beim Sieden zu stark aufwallt. Endlich soll man das Gefäß nicht der unmittelbaren Einwirkung der Flamme aussezen, weil sonst das verdünstete Terpenthinöhl unfehlbar Feuer fangen würde. Ereignete sich dieß aller Vorsicht ungeachtet, so müßte man das Gefäß mit einem bereit gehaltenen Dekel aus Kupferblech bedeken. Um sich von der Beschaffenheit des Kittes zu überzeugen, läßt man von Zeit zu Zeit etwas davon auf einen Teller fallen, um nach dem Erkalten seine Stärke und Zähigkeit zu prüfen und darnach noch von dem einen oder von dem anderen Bestandtheile zuzusezen. (Journal des conn. usuelles, Febr. 1837, S. 88.)

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