Titel: J. Marsh's Percussionsröhren für Kanonen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1837, Band 65, Nr. LVI./Miszelle 6 (S. 235–236)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj065/mi065056_6

J. Marsh's Percussionsröhren für Kanonen.

Alle Percussionsröhren, welche man bisher für Kanonen in Anwendung zu bringen gesucht hat, mußten aufgegeben werden, weil das Metall, aus denen sie bestanden, und welches das Knallpulver enthielt, beim Zerplazen nur zu häufig die Kanoniere im Gesichte, an den Händen etc. beschädigte. Hr. J. Marsh hat nun allen diesen Einwendungen dadurch abgeholfen, daß er anstatt der metallenen Röhren Rabenfedern oder andere dünne Kiele anwendet, die selbst, wenn sie zerspringen, nicht wohl eine Beschädigung veranlassen können. Er hat aber auch das Knallpulver selbst bedeutend verbessert, indem er demselben eine gewisse Quantität gepulvertes Glas zusezte, wodurch die Explosion wegen der hieraus entstehenden größeren Abreibung der Theilchen noch mehr augenbliklich durch und durch erfolgt. Man hat in Gegenwart einer Commission des Ordonnanzbureau's mehrere Versuche mit den neuen und älteren. Zündröhren angestellt, bei denen der Zufall wollte, |236| daß der Vorstand selbst durch ein Stük einer metallenen Röhre beschädigt wurde, während sich die Kiele ganz harmlos zeigten und nur zerrissen wurden. Von 9000 Schüssen, welche in Portsmouth auf dem königl. Exercirschiffe Excellent mit den neuen Zündröhren abgefeuert wurden, hat auch nicht einer versagt. Es ward daher Hrn. Marsh eine Belohnung zuerkannt, und der Befehl ertheilt, 4000 Kanonen mit Percussionsschlössern zu versehen. Die Society of arts in London ertheilte dem Erfinder gleichfalls ihre silberne Medaille. (Mechanics' Magazine, No. 722)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: