Titel: Ueber die Steknadelmühlen in Light-Pool.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1837, Band 65, Nr. LXXXVII./Miszelle 10 (S. 399)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj065/mi065087_10

Ueber die Steknadelmühlen in Light-Pool.

Die Steknadelmühlen in Light-Pool, wo die Patentsteknadeln mit massiven Köpfen verfertigt werden, bestehen aus einem Hauptgebäude von beiläufig 100 Fuß Länge, welches bis zu seinem fünften Stokwerke empor mit Maschinerien angefüllt ist. Ein großes Wasserrad, auf das eine 40 Pferden gleichkommende Wasserkraft wirkt, sezt das Ganze in Bewegung, und Alles arbeitet mit verhältnißmäßig geringem Geräusche. Das Eigenthümliche der daselbst betriebenen Patentmethode beruht darauf, daß die Köpfe der Steknadeln nicht aufgesezt, sondern durch Pressen des einen Drahtendes mit dem Drahte aus einem Stüke geformt werden, so daß die Köpfe nie abgehen können, und also vielen Unannehmlichkeiten vorgebeugt ist. Eine Maschinerie zieht und strekt den Draht; eine zweite schneidet ihn in Stüke von gehöriger Länge; eine dritte bildet und schleift die Spize; eine vierte bildet den Kopf, und eine fünfte vollendet die Nadeln ganz und gar. Jede Maschine liefert in einer Minute 45 Nadeln, und die ganze Fabrik liefert das ganze Jahr hindurch täglich 3,200,000, und wöchentlich über 19 Millionen Stüke! Die Eigenthümer, die HH. Taylor und Comp., welche die ursprünglich Hrn. Lemuel Wright angehörige Erfindung an sich gebracht, haben bei dem geheimen Rathe um Verlängerung des Patentes nachgesucht, die denn auch in Erwägung der ungeheuren Summen, welche die Unternehmer aufwendeten, um das Werk auf den dermaligen Grad von Vollkommenheit zu bringen, für 5 Jahre ertheilt wurde. (Aus dem Mechanics' Magazine, No. 728.)

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