Titel: Davidow's neuer Abdampfapparat für Zukerfabriken.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1837, Band 65, Nr. LXXXVII./Miszelle 6 (S. 396)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj065/mi065087_6

Davidow's neuer Abdampfapparat für Zukerfabriken.

Hr. Dmitri Davidow aus Moskau hat in einer eigenen Broschüre einen Apparat beschrieben, in welchem die Abdampfung rasch, continuirlich und ohne Druk von Statten geht. Der eigentliche Apparat besteht aus einer Schrägfläche von 6 Meter Länge und einem Meter Breite, welche mit Kupferblech überzogen ist, und über die der Syrup fließt. Die Abdampfung wird durch Dampf, welcher unter dem Kupferbleche in einer Röhre hinweggeleitet wird, beschleunigt. Der geklärte Saft befindet sich in einem großen, den Abdampfapparat beherrschenden Behälter, und gelangt von hier aus in einen anderen Behälter, der mit dem obersten Theile der Schrägfläche gleiches Niveau hat, und aus dem er aus beiläufig 90 kleinen Röhren gleichmäßig vertheilt auf das Kupferblech abfließt. Nach Unten endigt sich die Schrägfläche in eine breite Rinne, die den concentrirten Saft in ein eigens hiezu bestimmtes Gefäß abfließen läßt. Gut ist es, wenn man die Temperatur des Saftes, bevor man ihn auf die Schrägfläche gelangen läßt, bis auf 60 bis 65° R. erhizt. Das Gefäll, welches der Schrägfläche gegeben werden soll, beträgt 4 Centimeter auf jeden Meter ihrer Länge. In jeder Minute können bei 70° R. 5 Liter Saft über dieselbe laufen, und sich dabei wenigstens bis auf 25° concentriren. Der Saft braucht 2 Minuten, um über die ganze Schrägfläche hinab zu gelangen. Rechnet man nur 12 Arbeitsstunden auf den Tag, so gibt dieß täglich 66 Hectoliter Saft, welche 78 metrische Centner Runkelrüben repräsentiren. Ein solcher für tägliche Bearbeitung von 146 metr. Cntrn. Runkelrüben berechneter Apparat kommt mit dem dazu gehörigen Dampfkessel und der an den Patentträger zu bezahlenden Summe nicht höher als auf 2000 Fr. zu stehen; dagegen kostet ein Apparat Deyrand's 15,700 Fr. und einer Brame-Chevalier's 50,000 Fr. (Bulletin des Sucres, No. 1.)

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