Titel: Gautier's, Sorel's und Corard's Zuker-Fabricationssystem.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1837, Band 65, Nr. LXXXVII./Miszelle 7 (S. 396–397)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj065/mi065087_7

Gautier's, Sorel's und Corard's Zuker-Fabricationssystem.

Die HH. Gautier, Sorel und Corard haben in den Werkstätten des Hrn. Cavè in Paris vor einer Commission der Société d'encouragement und vor einer bedeutenden Anzahl von Zuschauern eine Probe ihres neuen patentirten Fabricationssystemes für die Gewinnung inländischen Zukers angestellt. Ihre Apparate, welche hauptsächlich eine verbesserte Methode den Saft aus den Rüben zu gewinnen und einzudiken bezweken sollen, bestehen 1) aus einem langen, schmalen, senkrecht gestellten Verschlage, in welchem mittelst Kurbeln Kisten, deren Boden mit einer Scheidewand versehen sind, nach Aufwärts bewegt werden. Wenn das zerriebene Mark in die Kisten eingetragen worden ist, so bringt man diese von Unten in den Verschlag, während man von Oben so viel Wasser eingießt, als |397| das Mark wiegt. Das Wasser treibt durch sein Gewicht den Saft aus dem Marke, so zwar, daß er in ununterbrochenem Strome ausfließt. 2) aus einem vierekigen Bottiche mit zwei Hähnen zum Behufe der kalten Klärung; will man unter Anwendung von Wärme klaren, so sezt man diesen Bottich auf einen Ofen mit freiem Feuer. 3) aus einer zur Abdampfung dienenden Säule, welche über einem Kessel mit doppeltem Boden, der durch freies Feuer geheizt wird, angebracht ist. Am Fuße dieser Säule gelangt der geläuterte Saft in einen kreisrunden Behälter, aus dem er mit Hülfe einer kleinen Handpumpe in den Kessel geschafft wird. Aus diesem wird er durch den Druk des Dampfes längs der inneren Wand der Säule, die als Rauchfang dient, emporgetrieben, bis er auf die äußere Wand zurükfällt, und durch das Tuch, womit die Säule überzogen ist, sikert. Der Saft, der sich während dieser Operation erhizt und verdunstet, gelangt in den Behälter zurük, aus dem er durch die Pumpe neuerdings wieder in den Kessel geschafft wird. Diese Operation wiederholt sich so oft, bis der Syrup so weit eingedikt ist, daß er versotten werden kann. Die übrigen Manipulationen geschehen nach der gewöhnlichen Methode. (Bulletin des Sucres, No. 4.)

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