Titel: Neue Methode das Gold in größerer Menge aus dem Goldsande zu gewinnen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1837, Band 65, Nr. CI./Miszelle 15 (S. 467–468)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj065/mi065101_15

Neue Methode das Gold in größerer Menge aus dem Goldsande zu gewinnen.

Die russische Regierung, welche eifrig bemüht ist, ihre Goldminen möglichst auszubeuten, hat in der Petersburger Handlungszeitung folgende interessante Notiz bekannt gemacht:

„Die neuen Entdekungen hinsichtlich der Ausbeutung des goldhaltigen Sandes erregen die allgemeine Aufmerksamkeit so sehr, daß wir dem Publicum einige positive Daten über diesen wichtigen Gegenstand mittheilen müssen. Im vergangenen Jahre hat der Finanzminister verordnet, daß an den Minen von Slatooust Versuche über den Gehalt des goldführenden Sandes nach verschiedenen Methoden angestellt werden sollen, nämlich durch Schlammen, Amalgamiren und auch auf nassem Wege durch Behandlung desselben mit Säuren; bei diesen Versuchen kam der Ingenieurhauptmann Anossoff, Chef des erwähnten Etablissements, auf die glükliche Idee, den Sand schmelzen zu lassen, um das Eisen daraus zu gewinnen, aus dem Grunde, weil man bisher glaubte, das Gold befinde sich bloß in dem Eisenoxyde, welches mit anderen Substanzen vermengt, den Goldsand bildet. Die Hauptresultate dieser Versuche über verschiedene Methoden das Gold zu gewinnen, waren: daß die Amalgamirung acht Mal mehr Gold liefert, als das Schlämmen; die Behandlung auf nassem Wege mittelst Säuren zehn Mal mehr; das Schmelzen von 2800 Kubikfuß Sand, um das Eisen auszuziehen, lieferte |468| aber neun und zwanzig Mal so viel Gold. Diese außerordentlichen Resultate haben die Aufmerksamkeit der General-Bergwerksadministration im höchsten Grade erregt, und es wurde beschlossen, bei allen Goldwäschereien ähnliche Versuche über den Metallgehalt des Sandes anstellen zu lassen.

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