Titel: Ueber das in China gebräuchliche Theeöhl.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1837, Band 66, Nr. XLVIII./Miszelle 15 (S. 240)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj066/mi066048_15

Ueber das in China gebräuchliche Theeöhl.

Reisende, welche aus China kommen, versichern, daß man daselbst in den Haushaltungen gewöhnlich eine Art feinen Oehles zu denselben Zweken wie in Europa das Olivenöhl anwendet, und daß dieses Oehl sehr wahrscheinlich von derselben Pflanze herrührt, welche den Thee liefert, oder von einer anderen Art dieser natürlichen Familie. Hr. Thomson glaubt, daß es aus dem Samen der zwei Gattungen, thea und camellia, gewonnen seyn könnte. Dieses Oehl war bis jezt in Europa unbekannt und besizt folgende Eigenschaften: frisch ist es geruchlos, strohgelb, bildet keinen Saz, löst sich in Alkohol gar nicht und sehr wenig in Aether auf, verbrennt mit einer hellen und weißen Flamme, und widersteht einer Kälte von 4º,4 R., ohne fest zu werden; bei 3º,8 R. ist es einer Emulsion ähnlich; sein specifisches Gewicht ist 927, und es besteht aus:

Elain 75 Theilen
Stearin 25
––––
100.

Hr. Thomson glaubt, daß dieses Oehl ein wichtiger Handelsartikel werden könnte, weil es sowohl zur Beleuchtung als für den Küchengebrauch dem Cocosnußöhle und den anderen in Asien gewöhnlich gebräuchlichen Oehlen vorzuziehen wäre. (Journal de chimie médicale, August 1837.)

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