Titel: Vorschrift zur Bereitung einer Tinte ohne freie Säure.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1837, Band 66, Nr. LXIX./Miszelle 13 (S. 319)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj066/mi066069_13

Vorschrift zur Bereitung einer Tinte ohne freie Säure.

Die Tinte enthält neben dem gerbe-galläpfelsauren Eisen gewöhnlich etwas Schwefelsäure, die von dem zu ihrer Bereitung verwendeten Eisenvitriole herrührt, und die sehr nachtheilig auf die eisernen oder stählernen Schreibfedern einwirkt. Dr. Hare empfiehlt daher, wenn man sich eine gute säurefreie Tinte verschaffen will, Galläpfelaufguß bis zur Sättigung über Frischschlaken stehen zu lassen. Diese Tinte sizt zwar schneller ab, als die mit Eisenvitriol bereitete, und verliert diese Eigenschaft auch nicht durch Zusaz von Gummi; allein der Saz läßt sich auch, da er zu keiner festen Masse zusammenklümpert, sehr leicht wieder vertheilen. Wenn man die auf diese Weise mit filtrirtem Gallapfelaufgusse und Frischeschlaken bereitete Tinte, nachdem man ihr eine gehörige Menge arabisches Gummi zugesezt hat, bis zu einer diken Syrupconsistenz eindampft, so gibt sie einen Farbstoff, der beinahe die chinesische Tusche übertrifft, und der, wenn er troken geworben ist, wie Gagat glänzt. (Mechanics' Magazine, No. 735.)

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