Titel: Ueber den Hohofenbetrieb mit Anthracit.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1837, Band 66, Nr. LXIX./Miszelle 7 (S. 316–317)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj066/mi066069_7

Ueber den Hohofenbetrieb mit Anthracit.

Nach dem Cambrian ist es dem Hrn. Georg Crane an den Yniscedwin Eisenwerken nach lange fortgesezten Versuchen und durch gehörige Anwendung von heißer Luft gelungen, einen sehr vorteilhaften Eisenschmelzproceß mit Anthracit ausfindig zu machen, so daß die vollkommene Tauglichkeit dieses Brennstoffes zur Reduction des Eisens nunmehr gänzlich hergestellt ist. Wenn man bedenkt, daß der in mehreren Gebirgen vorkommende Anthracit 87 bis 93 Proc. Kohlenstoff enthält, so darf es wahrlich nicht Wunder nehmen, wenn es Hrn. Crane gelang, mit demselben ein Eisen auszubringen, welches dem mit Holzkohlen ausgebrachten vollkommen ähnlich ist. Für England, welches in vielen Gegenden eben so reich an Eisenerzen als an Anthracit ist, und welches diese Schäze wegen Unkenntniß der Benuzung dieses lezteren nicht zu verwenden wußte, ist diese Entdekung von unendlicher Wichtigkeit. Dasselbe gilt auch von Nordamerika und einigen Gegenden des Continents. Hr. Crane hat sich seine Methode durch ein Patent gesichert. |317| Kürzlich las er der British association in Liverpool eine Abhandlung über die bereits früher berührte, von ihm ausfindig gemachte Methode Eisen mit Anthracit und heißer Luft auszuschmelzen, vor. Die wesentlichsten Resultate, die er erzielte, sind eine Verminderung der Quantität des verbrauchten Brennmateriales auf weniger dann den dritten Theil jener Quantität, die man früher brauchte, um mit bituminöser Kohle eine Tonne Roheisen auszubringen; eine Erhöhung des Ertrages um 40 bis 50 Proc.; und endlich auch eine größere Stärke des Metalles im Vergleiche mit jenem, welches man bisher aus den Erzen des Südwallis unter Anwendung von Kohks und kalter Gebläsluft erzeugte. (Mechanics' Magazine, No. 734 u. 738.)

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