Titel: Ueber die Verhütung der Muscardine der Seidenraupen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1837, Band 66, Nr. LXXXII./Miszelle 19 (S. 399)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj066/mi066082_19

Ueber die Verhütung der Muscardine der Seidenraupen.

Hr. Prof. Bérard in Montpellier hat entscheidende Versuche über die Muscardine und über die Verhütung dieser verheerenden Krankheit der Seidenraupen angestellt. Er hat gefunden, daß die Samenkörner des Schwammes, der bekanntlich diese Krankheit erzeugt, an den Seidenraupeneiern hängen bleiben und auf diese Weise eine große Menge von ausgefallenen Raupen ansteken können; ja er hat sich überzeugt, daß wenn man erwachsene Raupen in einen Behälter gibt, in welchem vorher Raupen, die das vorausgehende Jahr an der Muscardine starben, geschüttet worden sind, mehr als der sechste Theil derselben von der Krankheit ergriffen wird. Andererseits hat er ermittelt, daß man auch aus angestekten Eiern vollkommen gesunde Raupen erziehen kann, wenn man sie in einem Fläschchen, in welches man 16 Theile Wasser, einen Theil schwefelsaures Kupfer und etwas Alkohol gegeben, schüttelt und hierauf troknet. Endlich gibt er an, daß Behälter, in denen kranke Raupen gewesen, von allem Anstekungsstoffe befreit werden, wenn man sie in eine Auflösung von schwefelsaurem Kupfer einweicht. Räucherungen mit schwefeliger Säure zerstören die Muscardine so weit, daß von 200 Raupen kaum eine mehr angestekt wird. Waschungen mit Auflösung von äzendem Queksilbersublimate gewähren etwas mindere Sicherheit. (Echo du monde savant, No. 90.)

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