Titel: Dampfmaschinen mit Eisenwerken in Verbindung gebracht.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1837, Band 66, Nr. LXXXII./Miszelle 6 (S. 394–395)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj066/mi066082_6

Dampfmaschinen mit Eisenwerken in Verbindung gebracht.

Hr. Saulnier hat neulich an dem Eisenwerke des Hrn. G. Muel in Lionne, Dept. des Vosges, eine Dampfmaschine von 30 bis 40 Pferdekräften |395| aufgestellt, deren Kessel mit der aus den Puddlir- und Ausglühöfen unbenuzt entweichenden Flamme geheizt wird. Die Maschine liefert, ohne einen Mehrverbrauch an Brennmaterial zu bedingen, alle die mechanische Kraft, welche zur Behandlung des Eisens in den erwähnten Oefen nöthig ist. Dieses Verfahren, durch welches eine große Menge unbenuzten Wärmestoffes nüzlich verwendet werden kann, erscheint bereits so wichtig und vortheilhaft, daß mehrere Hüttenwerksbesizer im Sinne haben, nach demselben Systeme Einrichtungen zu treffen. Da sich die Oefen jedoch mitten unter den Arbeitern und im Mittelpunkte der Werkstätten befinden, und da der Dampferzeuger entweder neben oder über den Oefen angebracht werden muß, so ist eine Abänderung der französischen Dampfmaschinen-Verordnung nöthig. Denn in dieser ist ausdrüklich befohlen, daß der Dampferzeuger an einem isolirten Orte, welcher von den übrigen Gebäuden durch eine Mauer von einem Meter Dike getrennt ist, untergebracht werden muß. Hr. Grouvelle forderte daher die Akademie in Paris auf, eine zwekmäßige Abänderung dieser Verordnung zu bewirken. (Aus dem Mémorial encyclopédique September 1837.)

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