Titel: Versuche über die Stärke von Balken aus Baksteinen und Cement.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1837, Band 66, Nr. XCV./Miszelle 14 (S. 439)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj066/mi066095_14

Versuche über die Stärke von Balken aus Baksteinen und Cement.

Das Royal Engineer Establishment in Chatham nahm im laufenden Herbste mehrere Versuche über die Stärke von gemauerten Balken vor. Man hatte hiebei drei solche Balken, die auf Pfeilern von 2 Fuß 6 Zoll Höhe und 18 Zoll im Gevierte ruhten, vorbereitet, und brachte sie durch Gewichte, die man auf deren Mitte legte, zum Bruche. Die Balken waren 10 Fuß lang, so breit wie die Pfeiler und einen Fuß dik. Der Balken Nr. 1 war ganz mit reinem Cement gebaut. Der Balken Nr. 2 war eben so gebaut, nur wurden fünf Eisenschienen in ihn eingelegt, und zwar einer in dem mittleren und je zwei in den übrigen Gefügen. Der Balken Nr. 3 war mit Mörtel gebaut, der aus drei Theilen reinem Sande und einem Theil Kalk von Halling zusammengesezt war; und auch in ihm waren Eisenschienen angebracht. Das Holzwerk, welches die Balken 1 und 2 trug, ward schon nach 9 Tagen beseitigt, jenes des Balkens Nr. 3 nach sechs Wochen. Der Balken Nr. 1 brach zwar nach erfolgter Belastung schneller als man erwartet hatte, allein es ergab sich doch, daß man Balken solcher Art bei Bauten, bei denen man gewöhnlich Balken anzuwenden pflegt, mit Sicherheit benuzen könne. Der Balken Nr. 2 gab gleichfalls ein genügendes Resultat. Man wollte durch diese Versuche ermitteln, ob man bei Bauten die hölzernen Bindungsbalken durch solche aus Cement ersezen könne, und ob leztere durch Anwendung von eisernen Schienen in den Gefügen eine größere Stärke bekommen. Hr. Brunel stellte zuerst mehrere Versuche an, aus denen die außerordentliche Stärke von Mauerwerk, welches mit reinem Cement und unter Einsezung eiserner Schienen gebaut worden ist, hervorging; mit Hinweglassung lezterer ward die Sache noch nicht geprüft worden, und deßhalb wurden die Versuche unter Oberst Pasley vorgenommen. (Aus dem Mechanics' Magazine, No. 739.)

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