Titel: Monnain's Perrüken aus vegetabilischer Seide.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1837, Band 66, Nr. XCV./Miszelle 22 (S. 442–443)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj066/mi066095_22
|443|

Monnain's Perrüken aus vegetabilischer Seide.

Die aus gewöhnlicher Seide verfertigten Gerippe oder Montirungen der Perrüken haben das Unangenehme, daß sie sich, wenn sie vom Schweiße naß werden, ausdehnen, und beim Troknen während der Nacht dann wieder zusammenziehen; auch sammelt sich in ihnen eine fettige Substanz an, die auf dem Kopfe ein unangenehmes Gefühl erregt, und die der Dauer der Perrüken sehr nachtheilig wird. Hr. Monnain, einer der ersten Pariser Haarkünstler, wußte diesen Gebrechen dadurch zu steuern, daß er die Perrüken-Montirungen größten Theils aus sogenannter vegetabilischer Seide, d.h. aus den Fasern der Agaven, oder auch des neuseeländischen Flachses verfertigt. Er sezt die Montirung gewöhnlich aus Bändern zusammen, deren Kette er (mit Ausnahme der Sahlleisten, die aus gewöhnlicher Seide bestehen) aus vegetabilischer Seide aufzieht, während er zum Einschusse animalische Seide nimmt. Hr. Monnain ist übrigens auch der Erfinder mehrerer sehr sinnreicher Befestigungsmittel und Federn für Perrüken, die ohne Abbildung nicht wohl verständlich seyn dürsten. (Journal de l'Académie de l'Industrie.)

Suche im Journal   → Hilfe
Stichwortwolke
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: