Titel: De Hemptinne's neue Pumpe.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1837, Band 66, Nr. XCV./Miszelle 7 (S. 436)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj066/mi066095_7

De Hemptinne's neue Pumpe.

Hr. de Hemptinne ist der Erfinder einer neuen Pumpe, über welche der Akademie in Brüssel im Monat Mai l. J. Bericht erstattet wurde. Die Pumpe wirkt saugend oder drükend und continuirlich oder mit Doppelwirkung. Der Weg, den das Wasser zu durchlaufen hat, ist überall eben so weit als jener, den der Kolben durchläuft; jener Verlust an Kraft, der an den anderen Pumpen aus der zwischen den beiden Wegen bestehenden Differenz sich ergibt, fällt also hier weg. Die Maschine läßt sich zu allen Zweken, zu denen man sich der gewöhnlichen Pumpen bedient, verwenden, nur muß deren Motor je nach Umständen verändert werden. Das der Akademie vorgelegte Modell war eine Feuersprize, und hatte keinen Hebel, indem die Triebkraft direct auf den Kolben wirkte. Lezterer bekam eine ausgedehntere Bewegung, indem der Durchmesser der Röhren und Ventile mit jenem des Stiefels in Verhältniß gebracht war. Die Maschine gibt bei gleichem Kraftaufwande einen größeren Nuzeffect: 1) weil das Saugwasser unter und über dem Kolben in den Pumpenstiefel gelangt und in das Steigrohr übergeht, ohne daß durch Verengerungen des Weges, den es zu durchlaufen hat, ein Verlust an Kraft entsteht; und 2) weil sie mit einem einzigen Kolben arbeitet, und weil also die Reibung, welche ein zweiter Kolben veranlassen würde, wegfällt. – Die ganze Maschine nimmt einen geringen Raum ein, ist sehr leicht, und auch wohlfeil, sie kann zum Theil aus Gußeisen, aus Holz, und auch aus Mauerwerk erbaut seyn. Ihr Princip findet auch auf Gebläse, Dampfmaschinen und Saugpumpen für Bergwerke Anwendung. (Mémorial encyclopédique. September 1837, S. 837.)

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