Titel: Ueber einen hydraulischen Telegraphen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1837, Band 66, Nr. XCV./Miszelle 8 (S. 436–437)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj066/mi066095_8
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Ueber einen hydraulischen Telegraphen.

Hr. Wallance beschäftigt sich schon seit langer Zeit mit der Idee eines hydraulischen Telegraphen, indem er glaubt, daß eine Wassersäule als Communicationsmittel verwendet werden könnte. Der von ihm in Vorschlag gebrachte Apparat hat einige Ähnlichkeit mit dem Verfahren, welches er anwendet, um von der Abfahrt seiner Wagen Kunde zu geben. Hr. Francis Wishaw hat, obwohl ganz unbekannt mit den Ideen Wallance's in neuester Zeit eine ähnliche Methode auf die Bahn gebracht. Er füllte nämlich eine Röhre von 60 Ruthen, deren beide Enden auf gleichem Niveau standen, mit einer Wassersäule, und fand, daß, so wie dieser Säule an dem einen Ende ein Impuls mitgetheilt worden ist, dieser auch schon an dem anderen Ende bemerkbar war. An jedem Säulenende brachte er ein schwimmendes Rad mit einem Zeiger an. Auf die Depression des einen der Zeiger um eine bestimmte Anzahl von Figuren folgt unmittelbar an dem schwimmenden Rade des anderen Endes ein entsprechendes Emporsteigen des Zeigers. Man glaubt, daß diese einfache Längenbewegung zur Mittheilung aller Arten von Nachrichten dienen könnte. Die große Schwierigkeit, welche zu überwinden ist, liegt in der absoluten Nothwendigkeit, an dem Zeiger eine größere oder kleinere Anzahl von Buchstaben anzubringen. Hr. Wishaw hofft diese Schwierigkeit zu überwinden, und wenn ihm dieß gelingt, so dürfte der hydraulische Telegraph wohl den gewöhnlichen Telegraphen sowohl als den galvanischen verdrängen. (Aus dem Echo du monde savant, No. 284)

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