Titel: Ueber eine neue goldartige und anstatt der Verzinnung anwendbare Legirung.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1838, Band 67, Nr. XXIV./Miszelle 16 (S. 77)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj067/mi067024_16

Ueber eine neue goldartige und anstatt der Verzinnung anwendbare Legirung.

Das Mémorial encyclopédique entnimmt aus dem Franklin Journal, daß ein Metallarbeiter in Leghon in den Vereinigten Staaten eine Legirung entdekt habe, welche dem Golde auf das Täuschendste ähnlich ist. Die Mischung, welcher der Erfinder den barbarischen Namen Artimomantico beilegte, gleicht sowohl in der Farbe als im Gewichte einem Golde zu 18 Karat, und man kann selbst eine Legirung erzielen, die von dem reinen Golde nur auf dem Probirsteine zu unterscheiden ist. Das Pfund davon kostet im Fabrikpreise nur 18 Fr.; von den daraus verfertigten Knöpfen kommen 10 Duzend auf einen Dollar; und die daraus gearbeiteten Tabatieren werden von Jedermann für goldene angesehen. – Die zweite Legirung, von der dasselbe Journal spricht, eignet sich hauptsächlich zum Ueberziehen von Eisen, um es gegen Rost zu schüzen; sie ist leicht anwend. bar, wohlfeil, und dringt in das Eisen ein, ohne dieses dabei härter oder spröder zu machen. Vier Unzen dieser Legirung reichen zum Ueberziehen einer eisernen Bettstelle hin, und 8 Unzen kommen auf einen Dollar zu stehen. ES soll sich bereits eine Gesellschaft gebildet haben, welche mit einem Capitale von 100,000 Dollars arbeitet, und welche sich verspricht das gewöhnliche Weißblech in Kürze vom Markte zu verdrängen. Die von ihr gelieferten Bleche lassen sich ganz wie Weißblech arbeiten.

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